Mai 02

Trainingslager 2017/2

StartnummerSo – ich bin wieder da, und wie ich hier versprochen habe, gibts ein kleines G’schichtl: Die Anreise war – trotz einiger kleinerer Baustellen auf der/den Autobahn/en stress- und staufrei und ich bin rechtzeitig (eigentlich viel zu früh) in Livorno (Insider-Schmäh an die „Bike-Zombies“: die Verkehrszählerinnen sind noch im Dienst).
Nach dem einchecken suche ich mir ein ruhiges Platzerl, breite meinen Schlafsack aus und schlafe während der Überfahrt. In Sardinien angekommen – die letzten Kilometer hoch in den Nordosten nach Santa Teresa Gallura und im Marmorata Village einchecken (zum Hotel sag ich jetzt nix, lest meine Bewertung drüben auf Google-Maps).

SA, 22.04.:
Einrollen und Gegend erkunden ist angesagt…

SO, 23.04. – Brevetto Uno / Brevet Nr. 1:
Ich steh ein paar Minuten vor 06:00 Uhr in der Morgendämmerung am Start (bei der Rezeption), noch ein paar Randonneure finden sich ein, der italienische Brevet-Präsident drückt mir meine Brevet-Karte in die Hand. Frühstück? Frühstück gibts um die Zeit keines im Hotel. Mir ists egal, ich brauch eh nix… Trotzdem – der Präsi organisiert irgendwie irgendwem, der zumindest eine Kaffeemaschine anwirft und ein paar Brote oder so herrichtet. Nachdem ich eh kein Frühstück brauche, fahre ich einstweilen los. Inzwischen habe ich ja meinen alten 705er-Garmin im Griff und die Strecke gespeichert (und sicherheitshalber ein Akku-Pack und auch das Roadbook eingesteckt). Es ist noch kühl, die ersten zwei Stunden fahr ich noch mit Ärmlingen und Windjacke. Irgendwo bei km 85 oder so kommen von hinten noch 1 Dame und 5 Herren nach und ich häng mich dazu. Flott, flott, flott fahren wir dahin. Bei der Kontrollstelle in Stintino (eigentlich draussen am Capo Falcone) suchen wir ein Geschäft/Cafe/Restaurant/wtf, das uns einen Stempel auf unsere Brevet-Karte gibt – Fehlanzeige. Also wieder zurück nach Stintino, dort einen Stempel holen, eine Jause und ein paar Getränke, Flaschen nachfüllen und es geht (wieder recht flott) zurück.

MO, 24.04.:
Ausradeln, einradeln, Gegend anschauen, Kaffee (und Campari) trinken, Schinken und Käse essen…

DI, 25.04. – Brevetto Due / Brevet Nr. 2:
Ich bin pünktlich am Start (06:00 Uhr), die Italiener nicht wirklich. Ich stemple um 06:10 und fahre alleine los (ich will heute etwas gemütlicher fahren – stehen doch über 200 km mit ca. 2.600 hm auf dem Programm). Es geht wellig dahin (was hier so nach kleinen Schupfern ausschaut kann auch ganz schön wehtun –  es sind viele kleine, giftige 6 – 9%er), die Sonne scheint, der Wind ist schwach – was will man mehr. Eine Kaffeepause da, eine Jauserl dort und ab km 95 oder so wirds ein bissl bergiger. Einsame Strassen, wenig – und vor allem rücksichtsvolle – Autofahrer, der Duft der wilden Kräuter und der Macchia – schon schön! Irgendwo in einem kleinen Dorf noch eine Jausen- und Kaffeepause und trotz der relativ gemütlichen Fahrt bin ich nach knapp 11 Stunden wieder „daheim“.

MI, 26.04.:
Ausradeln, einradeln, Gegend anschauen, Kaffee (und Campari) trinken, Schinken und Käse essen…

DO, 27.04. – Brevetto Tre / Brevet Nr. 3:
Auf dem Programm steht ein 200er drüben in Korsika. Kurz vor 06:00 Uhr mache ich mich auf den Weg vom Hotel zum Hafen. Es ist noch dunkel und irgendwie riecht es nach Regen und der Wind ist verdächtig. Ich drehe nochmal um und tausche die dünne Regenjacke gegen die etwas dickere Löffler Colibri. Und das ist gut so, stellt sich später heraus. Wir treffen uns einander im Hafen, trinken Cappuchino und erfahren dann: „…Das Schiff hat irgendeinen Defekt und kann nicht auslaufen…“. Na gut, der Brevet-Präsident stoppelt eine Ersatz-Runde zusammen und es wird beschlossen, gemeinsam zu fahren. Gesagt, getan – es ist etwas kühler als die letzten Tage, der Wind ist stärker und es fallen sogar ein paar Regentropfen. Meine Vermutung (bzw. Angst), es wird wieder Vollgas gefahren, bestätigt sich zum Glück nicht – alle spüren die Kilometer und Höhenmeter der letzten Tage und es geht relativ gemütlich zur Sache. Domenico (der einheimische Randonneur) führt uns rauf und runter, kreuz und quer über einsame Strassen, abgelegene Dörfer. Ein paar Kaffee- und Jausenstopps sind obligat und auch notwendig – ein paar Mal heisst es: Ärmlinge und Windjacke an / Ärmlinge und Windjacke aus…

FR, 28.04.:
Ausradeln wär angesagt – aber der Wind ist mir zu stark, ich verzichte. Pack mein Klumpert zusammen, räume mein Auto ein und fahr rüber ans Capo Testa und hatsch dort im Sturm ein bissl herum. Dann zurück, Mittagessen, auschecken und ab in die Heimat…

Trainingslager Spatzi-/Mösen-Vergleich:
897 km + 9.744 hm hab ich in der Woche gemacht – Strecken- und sonstige Details auf Strava

viel mehr Foddos gibts im Album

Rennradfahren in Sardinien:
Die beste Zeit ist auf jeden Fall der Frühling, Herbst geht auch (laut sardischen Renradlern), im Sommer ist es viel zu heiss und alles ist verdörrt…
Die Strassen sind durchwegs gut asphaltiert und ausreichend beschildert, eine Strassenkarte (analog) oder eine entsprechende App – ich verwende MAPS.ME (gratis) und phonemaps (ein paar Euro) – sind anzuraten, es gibt etliche kleine Verbindungsstrassen und auch ein paar Sackgassen.
Es geht – zumindest im Norden –  immer bergauf, bergab, kaum längere flache Stücke, Steigungen von 4% bis 9%, wenige 10-12%, aber die kleinen sind tückisch (vor allem, wenns den ganzen Tag so dahingeht – die Einheimischen fahren alle Kompakt und 12-32 oder sogar 12-34).
Rechzeitiges Flaschen nachfüllen nicht vergessen, Brunnen sind rar und die Orte sind manchesmal weit auseinander (und nicht überall gibts ein Lokal).
Fragen, Wünsche, Kochrezepte?

Apr 16

Daily Shot

Beim heutigen „durchwachsenen“ Wetter den ganzen Tag im Garten herumgewurschtelt.
Es soll ja wieder kälter werden – wurscht, Kohlrabi und Mangold haben ein Hauberl auf,
Salat ist unter Glas und die haaglichen Paradeiser und Chilis sind auf den
diversen Fensterbrettln indoor und/oder im „Glashaus für Arme“…

Mangold und Kohlrabi mit Hut

Apr 15

Trainingslager 2017/1

Starterliste für die "1.000 KM"Viele Jahre lang waren die „Bike-Zombies“ (entweder alle oder fast alle – mit einem „Gastfahrer“) so um die Osterzeit herum gemeinsam auf einem sogenannten „Trainingslager“ – in Mallorca, in der Toskana, wieder in Mallorca, in der Emilia-Romagna usw. usf. Heuer wirds (leider) nix. Wir kommen ned zsamm – finden irgendwie keinen Termin und kein Ziel das alle anspricht und so kocht jeder sein eigenes Süppchen…
Ich hab lange überlegt:
wieder einmal Mallorca? – da kenn ich ja schon fast alles,
oder wieder einmal Kroatien/Istrien? – da bin ich eigentlich eh fast immer Ende September und kenn auch schon viel,
oder Toskana? – ich weiss nicht…
Und dann bin ich beim surfen auf den „Giro Sardegna“ gestossen und das hat mir irgendwie doch recht gut gefallen. In Sardinien war ich das letzte Mal vor ungefähr 40 Jahren, also ist es eh wieder einmal an der Zeit.
Dann die Qual der Wahl: Welche Variante nehm ich – Grangiro, Mediogiro, Tour oder 1.000 km?
Nachdem ich ja ein „richtiger“ Randonneur werden will (und auch schon meine ersten 200er hinter mir habe), habe ich mich dann endgültig für die „1.000 KM“ entschieden.
Also angemeldet, Hotel und Fähre gebucht, bezahlt und demnächst ist es soweit.
Heut kam die aktuelle Startliste – immerhin bin ich nicht der einzige Österreicher (einer ist noch dabei) und für die 1.000 KM sind 19 Fahrer gemeldet…
Ich werde berichten, wie es war…

Apr 03

Eröffnungsbrevet 2017

200er-Brevet01.04.2017 – Der Eröffnungsbrevet – Attersee-Runde.
Aufstehen um 03:30 Uhr, frühstücken, Glumpert zsammpacken, einladen, Mitfahrer (Frau Pia und Herr Manfred) einsammeln und auf gehts Richtung Haid. Auf der Autobahn ein 2. Frühstück: Kaffee aus der Thermoskanne, Wurstsemmerl… Nach knapp 2 Stunden sind wir am Startort. Wunderbares Wetter erwartet uns (im Gegensatz zum Abschlussbrevet 2016). Wir holen uns unsere Brevet-Karte, ziehen uns um, begrüssen Freunde (es sind noch 2 Bike-Zombies am Start), Bekannte und (noch) Unbekannte und ruck-zuck ist es 08:00 Uhr – Startzeit.
„…Ein Brevet ist kein Rennen…“ wird ja immer betont, trotzdem fahren wir gleich etwas flotter und haben in der ersten Stunde einen 33er-Schnitt. Irgendwann kommt es dann, wie es immer kommt: Ich komm irgendein Bergerl/Hügerl nicht schnell genug hinauf (zu schwach, zu schwer), ich seh „mein“ Packl zwar noch, versuche hinzufahren und bring das Loch aber nicht mehr zu…
Also alleine weiterkurbeln und hoffen, dass von hinten wer nachkommt. Allerdings hab ich dann noch einen Abzweiger übersehen, fahr 5 Minuten in die falsche Richtung, wieder retour und auf Kurs. Dann fahr ich brav und alleine meiner Route am Garmin nach – bis zum Attersee: Dort ist (laut meinem Garmin) die Strecke zu Ende (irgendwie hab ich beim rauf-/rüberspielen wieder was falsch gemacht)…
Karte/Streckenplan hab ich keine(n) einstecken, jetzt steh ich hilflos da und warte. Heinz „Enzo“ kommt mit einem Begleiter von hinten und die beiden nehmen mich mit bis zur 2. Kontrollstelle. Dort ist auch unter anderen „mein“ Packl versammelt.
„… Nehmts mich mit?…“ – „…Ja, in 5 Minuten fahrma…“ – Ich geh pinkeln, komm zurück – alle weg. Egal, ich fahre mit ??? (Namen nicht erfragt / vergessen) weiter und wir fahren zu zweit bis zur 3. Kontrollstelle. Dort holen wir uns ein Getränk, essen einen Riegel und es kommen noch ein 3 Fahrer dazu. Gemeinsam nehmen wir die letzten 40 km in Angriff und fahren schön flott „nach Hause“.
Ich bin mit einer Gesamtzeit von 07:59:35 (reine Fahrzeit 07:29:22 – Schnitt 26,80) im Ziel.
Duschen, umziehen, essen, tratschen, heimfahren…
Strecke etc.: dada 
mehr Infos zu den Brevets: dada

alle Fotos: © Ferdinand Jung

Mrz 29

Der faule Gärtner, 2017/02

Paradeiser am Küchenfensterbrett...Nach dem Bergwerk und dem Mittagsschlaferl statt aufs Rennrad in den Garten. Die 1. Partie Chili- und Paprikapflanzerl kommen von den diversen Fensterbrettern im West- und Ostflügel nach hinten ins „Gewächshaus für Arme“, Mangoldpflanzerl übersiedeln vom „Gewächshaus für Arme“ ins Freie…
Die Paradeiser und die 2. Partie Chili- und Paprikapflanzerl bleiben noch am Fensterbrett. Und dann hab ich noch angefangen, den ältesten Komposthaufen durchzureitern…

Mrz 20

Der faule Gärtner, 2017/01

War heute nicht ganz so faul. Nach der Nachtschicht und dem darauffolgenden Schönheitsschlaf wieder einmal in den Garten. Es scheint ja jetzt doch endlich Frühling zu werden. Drinnen – auf den diversen Fensterbrettern in den diverse Frühbeeten und Plastikdosen mit Deckel etc. schauen schon die ersten Chili- und Paprika-Planzerl heraus, draußen kommt der Schnittlauch aus der Erde.
Hinten – im „Glashaus für Arme“ machen sich Mangold und Kohlrabi wichtig.
Rhabarber schaut auch schon heraus.
Also Zeit für Beete herrichten und diverse Aussaaten: Karotten, Salat und Radieschen hab ich schon vorige Woche gesät, heute waren Schnittknoblauch, Jungzwiebel und Petersilie dran…

Mangold

Mrz 18

Der gläserne Bürger, Teil 2

Ich hab ja dada gesagt, ich halte euch auf dem laufenden…
Blitzschnell war das BMI – 3 Tage (!!!) nach Antragstellung – auf schwachen 3 Seiten in wunderbarem Amtsdeutsch wird mir mitgeteilt: „… Es werden keine der Auskunftspflicht unterliegenden Daten verwendet … „.
Etwas langsamer, aber immer noch in der 8-wöchigen Frist war das Heerespersonalamt – ein paar Seiten nicht wirklich aufregende Datensammlung: Meinen damaligen medizinischen Untersuchungsbefund – eigentlich alle Felder (bis auf die Größe) leer, abgeleistete Präsenzdienstzeiten und Kenntnisse (STG 58, MG 42, Militärische Führerscheine C-STEYR-D) und so weiter und so fort…
Auch der KSV1870 liefert die „Selbstauskunft laut §26 Datenschutzgesetz“ zeitgerecht: „… Es liegen keine Eintragungen vor …“

Zu den Dingen, die mich aber eigentlich wirklich interessieren (da ist mein Gedächtnis schon etwas schwach – wie lange und wo hab ich gewohnt, von wann bis wann hab ich welches Auto gefahren) hab ich halt nix erfahren…
Entweder gibts wirklich keine Daten mehr – es wurde nach dem Ende der analogen Welt nix digitalisiert oder beim grossen Ausmisten in den diversen Behörden  wurde alles „thermisch entsorgt“…

Allerdings gibts da noch einen Passus

„… Sollten Sie darüber hinaus – allenfalls – noch aus anderen Datenanwendungen des Auftraggebers .Bundesrninisterium für Inneres“ (DVR: 0000051) Auskunft über allfällige zu Ihrer Person gespeicherten Daten begehren, wird Ihnen weiters mitgeteilt, dass gemäß § 26 Abs. 3 DSG 2000 für den Betroffenen die Pflicht besteht, am Auskunftsverfahren über Befragung in dem ihm zumutbaren Ausmaß mitzuwirken, um ungerechtfertigten und unverhältnismäßigen Aufwand beim Auftraggeber zu vermeiden. Soweit Sie daher – allenfalls – noch aus anderen Datenanwendungen Auskunft über allfällige zu Ihrer Person gespeicherten Daten begehren, werden Sie gebeten, jene (in das Datenverarbeitungsregister gemäß §§ 16ff DSG 2000 eingetragenen) Datenanwendungen des Bundesministeriums für Inneres, zu bezeichnen, bezüglich derer Sie Auskunft wünschen. Nach Erhalt der entsprechenden Unterlagen bzw. Informationen wird ein (allfälliqer) Antrag auf (weitere) Auskunftserteilung umgehend einer Erledigung zugeführt werden …“

im Schreiben des BMI – da werd ich noch ein bissl recherchieren…