Mai 21

Holunderblütensirup

Holunderblütensirup ist so ziemlich das erste, was ich produziere (von den paar Gläsern Bärlauch-Pesto abgesehen) und heuer hab ichs so richtig erwischt. Der schönste Tag der Woche, windig, aber sehr sonnig und die (1. Partie) Blüten schon vollreif… Fast 2 kg Blüten, Bio-Zucker (ich nehm keinen Sirup-Zucker, der schmeckt irgendwie – mMn – „künstlich“), Bio-Zitronen, ein paar Liter Wasser… Und dann das ganze ein paar Tage kühl und dunkel stehen lassen.
Heute hab ich ein Probeglaserl abgeschöpft – sagenhaft die Farbe und der Geschmack! Morgen wird dann abgeseiht, nochmal aufgekocht und ein bissl eingedickt, in Flaschen abgefüllt und kühl gelagert. Und weils immer ein bissl mehr wird, als ich selber trinken kann, kann man ein paar Flaschen auch in meinem Online-Shop käuflich erwerben!

Mai 08

beim 300er-Brevet verreckt…

300er-Brevet: haben fertig...Ein Wochenende nach dem Sardinien-„Trainingslager“ steht der 300er-Brevet mit Start und Ziel in St. Georgen im Attergau am Programm. Eine wunderschöne Strecke, alles wie immer bestens organisiert von Ferdinand und Edith.
Viel zu viel überlegt im Vorhinein: 1er-Radl (leicht, flott, relativ gut übersetzt – aber keine passende Tasche für die Karbon-Sattelstütze), 2er-Radl (schwerer, deppert übersetzt) – aber Platz für alles (grosses Tascherl hinten – als Gwand-Depot, wenns beim Start kalt ist und dann warm wird…).
Die Wahl fiel aufs 2er-Radl (falsch, wie sich herausstellte).
Am Startort treff ich mich mit Frau P., Herrn W. und Herrn F. – wir wollen gemeinsam fahren. Start wäre um 07:00 Uhr, nach Rechnung (Strecke, Höhenmeter und im hellen heimkommen wollen) wäre ein Start um 06:00 Uhr besser – der Präsident ist einverstanden.
Also starten wir zu viert um 06:00Uhr, es ist noch relativ frisch, es geht bergauf, bergab (relativ) flott dahin. Ich merke gleich am Beginn – irgendwie gehts nicht so, wie es gehen sollt, aber ich bemühe mich. Irgendwann bei km 100 oder so meld ich mich bei der Gruppe ab: „…fahrts ohne mich, ich würd euch nur aufhalten, ich kann heut nicht…“.
Bei der 2. Kontrollstelle am Pillersee komm ich schon ca. eine halbe Stunde später an. Egal, ich kurble alleine weiter – ist mir eigentlich eh lieber, so kann ich wenigstens meinen eigenen Rhythmus fahren. Und dann – bei km 200 oder so – gehts richtig zur Sache, Hochkönigstrasse – auweh. Ich schaue, ob ich noch einen Gang habe, nein, da is nix mehr… Also langsam kurbeln, absteigen und ein bissl schieben, wieder aufsteigen und kurbeln, wieder absteigen und ein bissl schieben – das wiederholt sich ein paar Mal.
Aber ich komm über den/die Berg(e). In Bischofshofen 10 Minuten Pause, ein braunes Zuckerwasser, ein Schinkenweckerl, Flasche nachfüllen und dann gehts weiter. Es geht mir wieder (halbwegs) gut. Bei der 3. Kontrollstelle treff ich den Ferdinand und noch ein paar, die sind aber gerade am Aufbruch. Ich ess noch eine Kleinigkeit und fahr dann alleine ins Ziel.
Nach 321 km (weil ich mich wie üblich ein- oder zweimal verfahren habe) und 3.663 hm komm ich im finstern nach 16 1/2 Stunden an…
Nachtrag: In den Bezirksblättern gibts noch einen schönen Artikel vom Präsidenten.

Mai 02

Trainingslager 2017/2

StartnummerSo – ich bin wieder da, und wie ich hier versprochen habe, gibts ein kleines G’schichtl: Die Anreise war – trotz einiger kleinerer Baustellen auf der/den Autobahn/en stress- und staufrei und ich bin rechtzeitig (eigentlich viel zu früh) in Livorno (Insider-Schmäh an die „Bike-Zombies“: die Verkehrszählerinnen sind noch im Dienst).
Nach dem einchecken suche ich mir ein ruhiges Platzerl, breite meinen Schlafsack aus und schlafe während der Überfahrt. In Sardinien angekommen – die letzten Kilometer hoch in den Nordosten nach Santa Teresa Gallura und im Marmorata Village einchecken (zum Hotel sag ich jetzt nix, lest meine Bewertung drüben auf Google-Maps).

SA, 22.04.:
Einrollen und Gegend erkunden ist angesagt…

SO, 23.04. – Brevetto Uno / Brevet Nr. 1:
Ich steh ein paar Minuten vor 06:00 Uhr in der Morgendämmerung am Start (bei der Rezeption), noch ein paar Randonneure finden sich ein, der italienische Brevet-Präsident drückt mir meine Brevet-Karte in die Hand. Frühstück? Frühstück gibts um die Zeit keines im Hotel. Mir ists egal, ich brauch eh nix… Trotzdem – der Präsi organisiert irgendwie irgendwem, der zumindest eine Kaffeemaschine anwirft und ein paar Brote oder so herrichtet. Nachdem ich eh kein Frühstück brauche, fahre ich einstweilen los. Inzwischen habe ich ja meinen alten 705er-Garmin im Griff und die Strecke gespeichert (und sicherheitshalber ein Akku-Pack und auch das Roadbook eingesteckt). Es ist noch kühl, die ersten zwei Stunden fahr ich noch mit Ärmlingen und Windjacke. Irgendwo bei km 85 oder so kommen von hinten noch 1 Dame und 5 Herren nach und ich häng mich dazu. Flott, flott, flott fahren wir dahin. Bei der Kontrollstelle in Stintino (eigentlich draussen am Capo Falcone) suchen wir ein Geschäft/Cafe/Restaurant/wtf, das uns einen Stempel auf unsere Brevet-Karte gibt – Fehlanzeige. Also wieder zurück nach Stintino, dort einen Stempel holen, eine Jause und ein paar Getränke, Flaschen nachfüllen und es geht (wieder recht flott) zurück.

MO, 24.04.:
Ausradeln, einradeln, Gegend anschauen, Kaffee (und Campari) trinken, Schinken und Käse essen…

DI, 25.04. – Brevetto Due / Brevet Nr. 2:
Ich bin pünktlich am Start (06:00 Uhr), die Italiener nicht wirklich. Ich stemple um 06:10 und fahre alleine los (ich will heute etwas gemütlicher fahren – stehen doch über 200 km mit ca. 2.600 hm auf dem Programm). Es geht wellig dahin (was hier so nach kleinen Schupfern ausschaut kann auch ganz schön wehtun –  es sind viele kleine, giftige 6 – 9%er), die Sonne scheint, der Wind ist schwach – was will man mehr. Eine Kaffeepause da, eine Jauserl dort und ab km 95 oder so wirds ein bissl bergiger. Einsame Strassen, wenig – und vor allem rücksichtsvolle – Autofahrer, der Duft der wilden Kräuter und der Macchia – schon schön! Irgendwo in einem kleinen Dorf noch eine Jausen- und Kaffeepause und trotz der relativ gemütlichen Fahrt bin ich nach knapp 11 Stunden wieder „daheim“.

MI, 26.04.:
Ausradeln, einradeln, Gegend anschauen, Kaffee (und Campari) trinken, Schinken und Käse essen…

DO, 27.04. – Brevetto Tre / Brevet Nr. 3:
Auf dem Programm steht ein 200er drüben in Korsika. Kurz vor 06:00 Uhr mache ich mich auf den Weg vom Hotel zum Hafen. Es ist noch dunkel und irgendwie riecht es nach Regen und der Wind ist verdächtig. Ich drehe nochmal um und tausche die dünne Regenjacke gegen die etwas dickere Löffler Colibri. Und das ist gut so, stellt sich später heraus. Wir treffen uns einander im Hafen, trinken Cappuchino und erfahren dann: „…Das Schiff hat irgendeinen Defekt und kann nicht auslaufen…“. Na gut, der Brevet-Präsident stoppelt eine Ersatz-Runde zusammen und es wird beschlossen, gemeinsam zu fahren. Gesagt, getan – es ist etwas kühler als die letzten Tage, der Wind ist stärker und es fallen sogar ein paar Regentropfen. Meine Vermutung (bzw. Angst), es wird wieder Vollgas gefahren, bestätigt sich zum Glück nicht – alle spüren die Kilometer und Höhenmeter der letzten Tage und es geht relativ gemütlich zur Sache. Domenico (der einheimische Randonneur) führt uns rauf und runter, kreuz und quer über einsame Strassen, abgelegene Dörfer. Ein paar Kaffee- und Jausenstopps sind obligat und auch notwendig – ein paar Mal heisst es: Ärmlinge und Windjacke an / Ärmlinge und Windjacke aus…

FR, 28.04.:
Ausradeln wär angesagt – aber der Wind ist mir zu stark, ich verzichte. Pack mein Klumpert zusammen, räume mein Auto ein und fahr rüber ans Capo Testa und hatsch dort im Sturm ein bissl herum. Dann zurück, Mittagessen, auschecken und ab in die Heimat…

Trainingslager Spatzi-/Mösen-Vergleich:
897 km + 9.744 hm hab ich in der Woche gemacht – Strecken- und sonstige Details auf Strava

viel mehr Foddos gibts im Album

Rennradfahren in Sardinien:
Die beste Zeit ist auf jeden Fall der Frühling, Herbst geht auch (laut sardischen Renradlern), im Sommer ist es viel zu heiss und alles ist verdörrt…
Die Strassen sind durchwegs gut asphaltiert und ausreichend beschildert, eine Strassenkarte (analog) oder eine entsprechende App – ich verwende MAPS.ME (gratis) und phonemaps (ein paar Euro) – sind anzuraten, es gibt etliche kleine Verbindungsstrassen und auch ein paar Sackgassen.
Es geht – zumindest im Norden –  immer bergauf, bergab, kaum längere flache Stücke, Steigungen von 4% bis 9%, wenige 10-12%, aber die kleinen sind tückisch (vor allem, wenns den ganzen Tag so dahingeht – die Einheimischen fahren alle Kompakt und 12-32 oder sogar 12-34).
Rechzeitiges Flaschen nachfüllen nicht vergessen, Brunnen sind rar und die Orte sind manchesmal weit auseinander (und nicht überall gibts ein Lokal).
Fragen, Wünsche, Kochrezepte?

Apr 16

Daily Shot

Beim heutigen „durchwachsenen“ Wetter den ganzen Tag im Garten herumgewurschtelt.
Es soll ja wieder kälter werden – wurscht, Kohlrabi und Mangold haben ein Hauberl auf,
Salat ist unter Glas und die haaglichen Paradeiser und Chilis sind auf den
diversen Fensterbrettln indoor und/oder im „Glashaus für Arme“…

Mangold und Kohlrabi mit Hut

Apr 15

Trainingslager 2017/1

Starterliste für die "1.000 KM"Viele Jahre lang waren die „Bike-Zombies“ (entweder alle oder fast alle – mit einem „Gastfahrer“) so um die Osterzeit herum gemeinsam auf einem sogenannten „Trainingslager“ – in Mallorca, in der Toskana, wieder in Mallorca, in der Emilia-Romagna usw. usf. Heuer wirds (leider) nix. Wir kommen ned zsamm – finden irgendwie keinen Termin und kein Ziel das alle anspricht und so kocht jeder sein eigenes Süppchen…
Ich hab lange überlegt:
wieder einmal Mallorca? – da kenn ich ja schon fast alles,
oder wieder einmal Kroatien/Istrien? – da bin ich eigentlich eh fast immer Ende September und kenn auch schon viel,
oder Toskana? – ich weiss nicht…
Und dann bin ich beim surfen auf den „Giro Sardegna“ gestossen und das hat mir irgendwie doch recht gut gefallen. In Sardinien war ich das letzte Mal vor ungefähr 40 Jahren, also ist es eh wieder einmal an der Zeit.
Dann die Qual der Wahl: Welche Variante nehm ich – Grangiro, Mediogiro, Tour oder 1.000 km?
Nachdem ich ja ein „richtiger“ Randonneur werden will (und auch schon meine ersten 200er hinter mir habe), habe ich mich dann endgültig für die „1.000 KM“ entschieden.
Also angemeldet, Hotel und Fähre gebucht, bezahlt und demnächst ist es soweit.
Heut kam die aktuelle Startliste – immerhin bin ich nicht der einzige Österreicher (einer ist noch dabei) und für die 1.000 KM sind 19 Fahrer gemeldet…
Ich werde berichten, wie es war…