Mai 28

Autostopper / Hitchhiker !!!

Vor ca. einer Stunde hatte ich in Eisenstadt, Fahrtrichtung Mattersburg, eine Begegnung der seltensten Art: eine Autostopperin – mit einer klassischen Pappendeckel-Tafel in der Hand, darauf stand: GRAZ…
Ich bin ja relativ viel im Burgenland und in der Radmarathon-Saison in ganz Österreich unterwegs, aber ich kann mich nicht erinnern, in den letzten 3 oder 4 Jahren einen Autostopper gesehen zu haben…
Ich selbst war ja als Jugendlicher viel (zum Teil durch ganz Europa) per Autostop (damals schrieb man das nur mit einem „p“) unterwegs und später dann, als stolzer Besitzer eines eigenen Autos, konnte man sich an den Autobahnauffahrten und selbst auf Bundesstraßen ja eigentlich aussuchen, wen man mitnehmen wollte…

Kommentare bitte:
reist noch jemand per Autostopp?
sieht noch jemand Autostopper? (wenn ja, wo)

Mai 26

Radmarathon Mondsee – 25.05.08

Wie immer bin ich schon am Samstag nach Mondsee gefahren, hab‘ mich heuer gleich bei der Sporthauptschule eingeparkt – ein ruhiges Plätzchen mit schönem Ausblick, und – die Duschen in unmittelbarer Nähe. Dann das Übliche – Startnummer ausfassen, Freunde und Bekannte treffen, plaudern, gemütlich um den See radeln…
Am Abend dann mit den Teammitgliedern (insgesamt 7 Starter/innen auf den verschiedenen Strecken) gemeinsam Abendessen, „Taktikbesprechung“, Small Talk…
In der Früh ist es noch ziemlich kühl, in Anbetracht der zu erwartenden Hitze verzichte ich trotzdem auf Ärmlinge, Windjacke etc. Der neutralisierte Start ist eine gute Idee des Veanstalters – die Tempo-Bolzerei auf den ersten Kilometern und die daraus resultierenden Stürze halten sich heuer in Grenzen, außerdem – ein kleiner Vorteil für mich – ich kann mich relativ gemütlich warmfahren… Wie besprochen, fahren Lotte und ich gemeinsam, ich soll (wenn geht) „Lokomotive“ machen (wir sind so ziemlich gleich stark/schwach). Über den 1. Berg geht’s mit Schmackes drüber, ein passendes Packl ist gleich gefunden, wir rollen super dahin. Beim Anstieg auf die Großalm geht’s mir richtig gut, ich kurble und kurble und denke schon an eine Rauch- und Pinkelpause. Oben bei der Labe fahr‘ ich rechts ran, schaue zurück – Lotte „pickt“ an meinem Hinterrad! Also nix mit Rauchpause – pinkeln, Essen fassen, Flasche(n) füllen und weiter geht’s. Zwischen Steinbach und Nußdorf fahren wir leider alleine bzw. zu dritt, ich hab‘ einen kleinen Leistungsabfall und muß ein bißl rausnehmen… Endlich kommt von hinten ein Packl, wir können aber nicht lange mithalten und müssen irgendwann wieder reißen lassen. Dann kommt der letzte Anstieg – nach Oberaschau – hier tut’s schon richtig weh, zum Glück ist es nicht so heiß wie 2007… Kurz vor dem letztem Stich verschaltet sich Lotte, die Kette zwickt sich zwischen Tretlager und Rahmen ein – 5 Minuten scheißen wir um, bis das Problem gelöst ist… Dann geht’s nur mehr bergab und die letzten Kilometer flach nach Mondsee. 4:30:40 ist unsere Zeit – ein Schnitt von 31,03, wir sind (fast) zufrieden…
Ich hab‘ eigentlich um ca. 8 Minuten länger gebraucht als 2007, obwohl ich gefühlsmäßig eigentlich heuer besser gefahren bin (!?)…

Mai 23

Radmarathon Nr. 53 – „Schwechater“

Der „Schwechater“-Radmarathon ist Geschichte… Nach etlichen (erzwungenen – weil absolutes Scheißwetter) trainingsfreien Tagen geht’s bei halbwegs gutem Wetter (kühl, windig – aber kein Regen) Richtung Schwechat. schw_stnr.gifStartnummer holen, umziehen, einrollen, ein (oder zwei) Zigaretterl rauchen, an den Start stellen. Ich lass‘ es gemütlich angehen, ich brauch‘ ja eine Weile, bis mein „System“ hochgefahren ist… Dann etwas schneller, in ein Packl reinhängen, weiter nach vorne, selber auch brav mitarbeiten – bis Hof haben wir einen 36er-Schnitt. In Mannersorf passiert mir ein Mißgeschick – hab‘ die letzten News vom Veranstalter wieder nicht gelesen – ich reiß‘ mir ein Gel auf, seh‘ auf einmal, dass wir von der Polizei nach links gewunken werden – Umleitung wegen Prozession… Ich nehm‘ das Gel-Packl zwischen die Zähne, krieg‘ bei dem Tempo keine Luft, nehm das Gel-Packl in die Hand, lenken, bremsen, antreten, bremsen, lenken… – und drück‘ mir das ganze Packl Gel in den Handschuh und die Hand und bleib gleich am Lenker picken! Überraschenderweise komm ich in Kaisersteinbruch nur mit kleinem Abstand zu meiner Gruppe über den Berg, kann bei der Abfahrt das Loch wieder zufahren und es geht zügig weiter. In Donnerskirchen haben wir noch immer einen 35er-Schnitt, aber den Berg rauf muß ich reißen lassen. Ungefähr bis Leithaprodersdorf fahr‘ ich alleine, immer weiter vorarbeitend, kann dann endlich (zum Glück vor der „richtigen“ Gegenwindstrecke) auf ein größeres Packl aufschließen, leider war’s eine „Brodlerpartie“ – entweder sie wollten nicht oder waren schon „anpeckt“. Von hinten ist nix nachgekommen, also hab‘ ich ein paar Mal probiert, das Tempo zu machen, leider hat keiner mitgearbeitet, zum alleine wegfahren war ich wieder zu schwach… Also eher gemächlich Richtung Ziel. Bei km 108 ein letzter Versuch auszureißen, hab‘ schon geglaubt, ich schaff’s, wurde aber kurz vor dem Ziel wieder eingeholt. Bei einer Zeit von 3:45:42 komm‘ ich in’s Ziel und bin eigentlich recht zufrieden…

Mai 16

Die Eisheiligen

Die Eisheiligen (samt der „kalten Sophie“) sind vorbei – im Garten ist Vollgas angesagt. Selbst empfindliche Pflanzen (Basilikum, Chili z. B.) können ab sofort in’s Freiland gesetzt werden.
Dies ist auch mit ein Grund, warum meine Einträge etwas weniger werden – trainieren mit dem Rennrad, jede Menge Arbeit im Garten usw., usf….


Mai 08

Sitzposition am Rennrad

…irgendwie bin ich in den letzten Tagen komisch auf meinem Renner gesessen.. – gut dass ich beim „Body-Scanning“ war und mir meine Daten notiert hab‘. Also nachgemessen und – der Sattel war viel zu weit vorne… Wieder in die richtige Position gebracht und es sitzt (und fährt) sich gleich viel besser…

Apr 30

Tour de France – seinerzeit

Ich hab‘ vor einigen Wochen in meinem Fundus ein wunderbares Buch (erschienen 1963) gefunden und gelesen:

„Tour de France – Tour der Leiden – Tour des Ruhmes“ von Hans Blickensdörfer (Sportjournalist und Schriftsteller, 1923-1997)…

…Aber als Geo Lefevre mit seiner Idee auspackt, kriegt Henri Des­grange, den sie damals noch nicht den >Pere Desgrange< nennen, weil er weder alt noch berühmt ist, einen Lachanfall. »Tiens, tiens, mon petit, Bordeaux – Paris ist dir nicht groß genug. Du willst ein Rennen durch ganz Frankreich veranstalten, eine Tour de France sozusagen. Ich glaube, du spinnst. Schließlich müssen die Fahrer ja auch einmal schlafen.«

Aber der kleine Lefevre ist gegen dieses Argument gewappnet. »Bien sur,

patron, sie werden schlafen. Wir werden Etappen festlegen; jeden Morgen gehen die Fahrer mit den gleichen Ab­ständen auf die Strecke, mit denen sie das Rennen des Vortages beendet haben«…

Ottavio Botecchia

Wunderbare Geschichten und Fotos… (und Nein – ich verkaufe es nicht!)

­

Apr 21

Trainieren nach Plan ?

Ja – der Trainingsplan…
Wegen Willenlosigkeit (hauptsächlich), Zeitmangel aus privaten und beruflichen Gründen, das Wetter usw. usf. habe ich mich (eigentlich war’s vorprogrammiert) nicht an meinen ursprünglichen Trainingsplan gehalten, sondern bin nach Lust und Laune herumgefahren. Jetzt bin ich gerade draufgekommen – am Sonntag ist ja schon der „Neusiedler“!. Ja, da werd‘ ich halt gemütlich (hoffentlich in einem leiwanden Packl) so um den See fahren, wie es die Ausschreibung eigentlich vorsieht: „Touristikveranstaltung“…