Tschechien / Waldviertel 2015/2

2015-08-10 09.06.12Schön langsam wirds zur Gewohnheit: Ungefähr Mitte Augst, wenn es im Burgenland richtig heiss ist, ein paar Tage ab ins etwas kühlere Waldviertel und ins angrenzende Tschechien. Doch heuer wars da „oben“ genauso heiss, stellte sich dann heraus…

Aber der Reihe nach:
Bulli angefüllt mit Rad (diesmal kam meine „neue Freundin“ mit), Radlerzeug, Campingklumpert, analoges und digitales Zeug, usw. usf. und das 1. Ziel – das Camp Olsina in/bei Černá v Pošumaví – angesteuert. Einen schattigen Platz gesucht und wenn mein Stromkabel um ein paar Meter länger wäre, hätte ich direkt am Wasser parken können… Auspacken brauch ich nix, Strom anschliessen, damit der Eiskasten rennt und der Elektrokocher funktioniert (für meinen Frühstückstee) – fertig. Eine Runde schwimmen, Rad herausholen und eine Informations-/Erkundungs-/Akklimatisierungs-Runde gedreht. Schwimmen. Essen. Schlafen.

Tag 2:
Frühstückstee trinken (mehr brauch ich nach dem Aufstehen nicht), auf der (analogen) Landkarte eine grobe Runde zusammengestellt und losgefahren. Auf und ab auf tadellos markierten Radwegen, einsamen Waldwegen und Nebenstrassen – allerdings mit ein paar anständigen Steigungen und bei ziemlicher Hitze… Zwischendurch in einer kleinen Kneipe oder so ein „2. Frühstück“ und irgendwann bei einem Coop oder in einem Lokal ein Jauserl kaufen. Zurück am Campingplatz: schwimmen, duschen und ein kalter Drink aus dem Eiskasten. Essen kochen: nein – ab ins Restaurant Sen. Die Mädels im Service sind nett, aber etwas überfordert, Essen ist gut und günstig.

Tag 3:
Wie Tag 2, Runde mit weniger Kilometer, dafür mehr Höhenmeter – und steilere Anstiege. Auch durch Český Krumlov  eine Runde gedreht – schön, aber unzählige Touristen…

Tag 4:
Genug von der Hitze und den steilen Anstiegen, ich wechsle nach Gmünd auf den Campingplatz beim Sole-Felsen-Bad in Gmünd. Und alles wie gehabt: Eine grobe Runde auf der Karte zusammenstellen und fahren… Hügelig, ein stetes auf und ab, aber mit nicht so steilen Anstiegen wie drüben in Tschechien. Danach rüber in die Therme zum Wellness-Programm…

Tag 5:
Eigentlich wollt ich so eine Kombinationsrunde Waldviertel/Tschechien drehen. Der Anfang war o. k. Dann in der größten Mittagshitze die endlos lange Steigung von Bad Großpertholz nach Karlstift hinaufgeeiert. Einbiegen in den Wald – zur Lainsitz-Quelle. Abkühlen, trinken, Flaschen nachfüllen. Dann wollt ich eigentlich eine Schleife über Tschechien zurück nach Gmünd drehen. Eigentlich. Aber irgendwo hab ich eine Abzweigung übersehen bzw. bin ich falsch abgebogen und dann irgendwie ca. 1 Stunde im Wald herumgeirrt herumgefahren, bis wieder ein Taferl aufgetaucht ist. Abkühlung verschaffte dann ein Fussbad in der Lainsitz. War trotzdem eine schöne Runde – Ausklang natürlich wieder in der Therme…

Tag 6:
Am Tag vor der Heimreise wollte ich noch eine größere Runde in Tschechien drehen, es war eigentlich ausnahmsweise angenehm „kühl“ – also unter 30°C. Doch drüben, knapp vor Nové Hrady komm ich in einen richtigen Regenguss (und natürlich das Regenjackerl im Auto). Also: Kaffee trinken, ein kleines Jauserl im Coop kaufen, warten, guggen. Dort ist es hell, dort ist es finster, Schleiferl neu planen, weiterfahren (im Sonnenschein). Es dreht der Wind, ich werd nochmal nass. Und dann wieder trocken. Und dann wieder nass. Es ist genug – Kilometer und Höhenmeter hab ich eh genug gemacht, Kurzrunde beenden, zurück an den Start und den restlichen Tag in der Therme verbracht…

Tipps / Infos etc.:

  • Unterwegs war ich diesmal mit meinem Crosser – ideal wenn man großteils auf Strassen, Forstautobahnen, Waldwegen unterwegs ist.
  • Unbedingt (überhaupt, wenn es richtig warm/heiss ist) eine Reserve-Trinkflasche oder so (und ein Jauserl) im Rucksack oder Gepäckträger mitnehmen. Manche Orte in der Karte sind einfach eine Ansammlung von Häusern/Gehöften ohne Geschäft(e)/Lokal(e), und öffentliche Trinkbrunnen/Wasserstellen gibts eigentlich gar nicht – gilt für Tschechien und fürs Waldviertel.
  • Einkaufen im Coop (in grösseren Dörfern in Tschechien) ganztägig (keine Mittagspause), im Waldviertel diverse Supermärkte (auch dünn gesät).
  • Bezahlen (in Tschechien): Mit Kronen – Euros werden zwar manchesmal genommen, aber sicher ist sicher (und vor allem ist der Kurs in diesem Fall besser).
  • Orientierung: Ich hab immer (auch) analoges Kartenmaterial dabei. Diesmal Rad-/Wanderkarte(n) im Maßstab 1:60:000, wo alle Rad-/Wanderwege eingezeichnet sind – siehe Kartenausschnitt. Es gibt (fast) an jeder Kreuzung Schilder mit Entfernungsangaben, Rad-/Wander-Weg-Nummer, nächster Ort usw. usf.
  • Karten kauf ich (wenn erhältlich) bei Freytag & Berndt oder bei Allmaps.de.
  • Es ist halt viel (relativ) dünn besiedelte „Gegend“ – wers mag, ist gut bedient. Kultur, Geocaching etc. hab ich (diesmal) ausgelassen – gibts sicher auch einiges…

Hier noch ein paar Bilder – mehr gibts dada (einfache Knipsereien mit DigiCam und/oder Wischtelefon)

 

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