Schlaining 2013

Nach dem nicht so ganz erfreulichen Rennverlauf 2012 will ich es heuer wieder einmal probieren (übrigens meine 10. Teilnahme in Schlaining !).
Plan und Ziel:
Wir fahren gemeinsam (gell Herr Doctor!) unter 4 Stunden ins Ziel, helfen uns gegenseitig und Frau Lotte soll nach Möglichkeit (wieder) aufs „Stockerl“ gebracht werden.
Im Detail:
Die Bike-Zombies sind heuer nur zu dritt am Start – Herr Georg fährt die „Classic“, Frau Lotte und ich die „Light“. Frau Lotte ist (noch immer) wesentlich jünger als ich (und vom Gewicht reden wir gar nicht…) und soll mich daher über die Berge/Hügerl ziehen, auf der Geraden soll ich das Tempo machen…

Ich glaub, es war schon vor dem Start noch heisser (das kann ich eigentlich gar nicht leiden) als 2012 und es geht pünktlich und hektisch los, der 1. Hügel – mit den noch kalten Haxen rauf nach Bad Tatzmannsdorf tut gleich fürchterlich weh, auf der B50 ist es richtig hektisch und gefährlich, ein sondieren, sortieren, nachfahren, aufpassen… So gehts dahin bis Großpetersdorf (natürlich gibts auch schon die ersten Massenstürze) und nach der scharfen, hängenden Rechstkurve Richtung Hannersdorf haben sich die diversen Packl halbwegs sortiert und beruhigt. Heuer gibts eine neue Streckenführung (über Ungarn) und daher gehts in Burg links und dann rechts Richtung Schachendorf. Dort ist heuer bei km 65 die 1. Labestation. Wir haben einen Schnitt von ca. 36 kmh, es wird heisser, eine Flasche ist leer und ich bin mir (mangels Streckenkenntnis) nicht sicher, ob ich es mit einer Flasche bis zur 2. Labe (am Eisenberg, bei km 101 oder so) schaffe… – also rechts ran, Flasche füllen, eine 1/2 Banane mit einem eiskaltes Cola runterspülen, aufsatteln und – „unser“ Packl ist natürlich weg.

Egal – ich fühl mich gut, fahr vorne und hoffe, dass von hinten irgendwer nachkommt und mir hilft oder wir vorne noch welche erwischen. Von hinten kommt nix, aber wir erwischen welche, die vor uns sind. Leider sind die etwas langsam unterwegs, also wieder nach vorne und Führungsarbeit machen. Lotte ermahnt mich „…ned verbrennen, wir ham no a bißl…“, fährt vor und lässt mich in ihrem Windschatten etwas ausrasten. Wir überholen kontinuierlich ein paar Einzelfahrer, die dann ein bißl bei uns „lutschen“ – Führungsarbeit macht leider keiner. Rauf auf den Eisenberg und Überraschung – ich bin vorne, Lotte schwächelt etwas. Flaschen nachfüllen und Wasser und Cola trinken bei der Labe, wie heiß es inzwischen ist, will ich gar nicht wissen, dann weiter. Vor dem nächsten Anstieg – der Stich bei Burg – fürchte ich mich richtig, komm aber gut rüber. Der Schnitt ist noch immer ungefähr 34 kmh, eine (für unsere Verhältnisse) gute Endzeit ist in Reichweite. Also, weiter, weiter, weiter. Ich mach die Führungsarbeit. Lotte hinter mir. Wir schließen wieder auf ein Packl auf, die sind mir zu langsam, wieder vor und weiter. Lotte jammert ein bißl, ich nehm ein bißl Tempo raus und sie fährt brav hinter mir nach. Beim Stich in Oberwart gibts oben zum Glück (Danke, danke, danke an die Veranstalter !!!) im vorbeifahren noch ein kühles Getränk und das Ziel ist schon fast in Sichtweite. Die vorletzte Steigung von Drumling nach Neumarkt tut in der prallen Sonne jetzt aber schon wirklich weh, ich muß auf Lotte warten (was ich gar nicht gewohnt bin) aber: „…Glei samma daham…!“ Und dann die aller-aller-allerletze Steigung rein nach Schlaining nochmal mit aller Kraft raufdrücken und nach 03:53:40 fahr ich über die Ziellinie. Lotte ist knapp hinter mir, verfehlt aber den Stockerlplatz leider um 2 Minuten. Trotzdem – wir sind zufrieden (und wenn das Wetter 2014 etwas kühler ist – aber dann !).

P.S.: fotografiert und gefilmt ist ja an allen Ecken und Enden geworden – wo gibts die Fotos zum guggen/downloaden/verlinken?

5 thoughts on “Schlaining 2013

  1. do wird ja ned wer nachtragend sein, oder? 😉
    ps: woa des a solofahrt?

  2. oh gott, nein! nichts liegt mir ferner! 🙂

    würd mal sagen, dass ich ca. die hälfte des rennen solo oder in einer 2er oder 3er gruppe war. anfangs war ich in einer größeren gruppe, die sich nach der ersten labe gesplittet hat. hab mich dann kontinuierlich nach vorne gearbeitet und immer wieder kurz einer gruppe angeschlossen. die letzten 30km bin ich dann mehr oder weniger alleine gefahren…
    gruß

  3. @ dokta: na, ned nachtragend – bespreche ma is näxte mal…
    @ mario: du warst nicht gemeint…