Saison-Abschluss-Radlerei

Fast schon routinemäßiger Ablauf der Saison-Abschluss-Radlerei der „Bike-Zombies“ nach Großmürbisch. Bei nebligem Wetter fahr ich um 09:00 Uhr los zum Treffpunkt der Nordburgenland-Fraktion: 09:30 Uhr – Grenze Mörbisch. Ich bin pünktlich, Grüni und Doctor nicht… Ich warte, telefoniere, niemand hebt ab, 09:45 fahr ich zum nächsten Treffpunkt (mit der Seewinkel-Fraktion): 10:00 Uhr in Balf (auch noch keiner da). Telefon läutet: „…Patschen g’habt, san glei do…“. Lotte, Georg und Pepi kommen inzwischen auch, wir sind komplett. Wir rollen los, in Deutschkreutz gibts die 1. (kurze) Pause, zum 2. Frühstück ein Leberkässemmerl und ein Cola. Über Lutzmannsburg gehts weiter nach Lockenhaus und dort genehmigen wir uns in unserem „Stammcafe“ ein Supperl zur Stärkung vor dem Geschriebenstein-Anstieg. Jeder fährt dann sein eigenes Tempo, oben scheint (endlich) die Sonne, es wird „zsaummgwoat“  und wir trinken einen Spritzer/ein Bier. Wieder runter in den Nebel und weiter bis in den „Moschendorfer Wald“ – dort war wieder der wunderbare kleine Buschenschank geöffnet – Uhudlersturm, Verhackertbrot, Grammelschmalzbrot… (mehr sag ich dazu nicht). Danach auf zur letzten Etappe – vorletzter Anstieg Heiligenbrunn (auweh, auweh), letzter Anstieg nach Großmürbisch (auweh und hurra!). Bei den Mädels gibts einen Willkommensdrink und dann werden wir ins Quartier gebracht (wegen einer Jagdsgesellschaft – dazu später mehr – sind alle Zimmer ausgebucht und wir übernachten 2 km weiter bei Walpurga Jost). Duschen, umziehen und wieder zurück zu den Mädels. Dort wird uns wieder richtig aufgetischt – Sautanz-Essen steht auf dem Programm… Auch die Jägersleut sind beim Essen (und trinken), 2 Musikanten tauchen auf  – mit Ziehharmonika und Teufelsgeige. Nachdem die beiden bei den Jägersleuten im Saal/Extrastüberl ihr „Pflichtprogramm“ absolviert haben, gehts vorne im Schankraum richtig zur Sache. Einige Spritzer/Biere/Schnapserl heben die Stimmung, es wird wild und laut und ich warte schon auf Mitternacht, befürchte es wird gleich zugehen wie im „Titty Twister“, doch es passiert uns nix… Wie gewöhnlich gut unterrichtete Quellen berichten, sind wir dann doch leicht illuminiert ins Quartier gebracht worden…

Teil 2:
Von unserem Zimmerwirten werden wir wieder ins „Stammquartier“ gebracht, frühstücken, fertig anziehen und wieder aufs Rennrad – Heimreise. Etwas stiller und langsamer fahren wir Richtung Norden. In Rechnitz klassisch die Frühstückspause Nr. 2 – die Wirtin/Kellnerin erinnert sich an uns (warum wohl?). Dann abbiegen nach Ungarn, denn bei der Heimreise ersparen wir uns (meistens) die Fahrt über den Geschriebenstein und wählen die gleich lange, aber flachere Version über Ungarn. In Horvatzsidany wie immer Mittagessen und gemeinsam weiter bis kurz vor Fertöszentmiklos, dort trennen sich unsere Wege. Die Seewinkel-Fraktion nach rechts, die Nordburgenland-Fraktion nach links. Schön langsam tun die Beine weh und die Heimfahrt scheint länger als sonst… Schlussendlich kommen alle noch vor der Dunkelheit nach Hause und das Wochenende ist nach ungefähr 270 gefahrenen Kilometern, ungefähr 2.400 bezwungenen Höhenmetern, ein paar antialkoholischen und auch alkoholischen Getränken, diversen Suppen, Broten, toten Tieren etc. vorbei…

One thought on “Saison-Abschluss-Radlerei

  1. ausgezeichnet! spritziger, launiger schreibstil mit „leicht“ sarkastischem unterton: so schreibt nur zardoz!
    video aber nicht einsehbar! braucht´ma an code?