Pech beim „Schlaininger“

Der 2. Wettkampf heuer – nach der „Tour de Pelso“ – steht an: Der „Friedens-Radmarathon“ in Stadschlaining. Zu Dritt fahren wir schon am Vorabend nach Stadtschlaining, beziehen Quartier, gehen auf eine Abendjause… Um 06:30 Uhr holen wir schon die Startnummern und warten beim Frühstück auf unsere restlichen Mitstreiter. Aufs Einrollen verzichten wir, wissen wir doch aus Erfahrung: Eine 1/2 Stunde im Startblock stehen und die Haxen sind wieder kalt. Heuer nicht. Es hat in der Früh schon gefühlte 25°C und es ist heiß angesagt… Pünktlich gehts los und die 1. Steigung tut schon weh, durchdrücken, nicht reissen lassen, weiterfahren… Georg ist schon weit vorne, Lotte, Manfred und ich reihen uns ein (auf Gerhard brauchen wir nach seinen eigenen Angaben nicht warten, er fährt sein Tempo), forcieren das Tempo, kommen eine Gruppe weiter vor und es wird immer wärmer… Beim Stich in Burg fall ich aus dem Packl raus, racker mich ab, seh‘ meine Gruppe immer noch, krieg das Loch aber natürlich nicht zu. Ich fahr zu Hartwig – einen Bekannten, den ich aus dem „Bikeboard„-Forum und von diversen Marathons kenne – und noch einen Unbekannten auf und zu dritt erreichen wir die Labe in St. Michael, wo Lotte und Manfred warten. Inzwischen hat es sicher schon über 30°C und ich bin schon ziemlich erledigt. Schnell ein Getränk, ein Gel, Flaschen füllen und weiter gehts. Ich mach das Tempo – die „flache Gerade“ ist mein Fachgebiet und rauf nach Stinatz übernimmt Lotte die Führungsarbeit – heuer gut trainiert, mehr als 10 Jahre jünger als ich und (mindestens) 25 kg leichter… Da komm ich nicht mehr mit und werd‘ ausgespuckt. Alleine fahr ich bis Grafenschachen, bleib bei der 2. Labe nochmal zum Flaschen füllen stehen, fahr weiter und unter der Autobahnbrücke stehen Lotte und Manfred – Patschen bei Lotte am Vorderrad, eine Patrone schon verschossen, einen 2. Schlauch „gezwickt“, verzweifelt und hilflos… Ich helfe mit einem Schlauch aus, Hartwig mit einer Pumpe, ich fahr weiter. Vollgas runter nach Pinkafeld, kurz anbremsen und mit ca. 40 – 45 kmh die scharfe Rechtskurve – und es macht „PENGBUMM“ – Reifenplatzer am Hinterrad. Mit Müh und Not komm ich ohne Sturz zu stehen und schau mir das Malheur an: ein ca. 10 cm langer Riss im Mantel, da hilft kein Flicken mehr. Warten auf den Service-Wagen. Ab und Zu fragt noch jemand „…brauchst was?…“ Ich bitte nur um den Service-Wagen, marschiere bis zur Tankstelle bei der Abzweigung und setze mich frustriert in den Schatten. Radler für Radler ziehen vorbei, dann kommt schon das Schluß-Motorrad. Endlich kommt der Service-Wagen – „Zweirad-Fassl“. Der Chef persönlich: „…Willst ein Hinterradl oder einsteigen?…„. Frustriert wie ich bin entscheide ich mich fürs „einsteigen“ und werd bis zu meinem Auto gebracht. War wohl nicht mein Tag…

Nachtrag: Derweil ich in Schlaining weilte, gabs zu Hause ein schweres Unwetter, das halbe Dorf war die ganze Nacht ohne Strom, mein Modem hats „geschossen“, ein Boiler ist auch hinüber und meinen PC hat der Blitz auch gestreift… – wahrlich nicht mein Tag…

4 thoughts on “Pech beim „Schlaininger“

  1. Oarge Gschicht Rudi, der Hartwig hat mir im Ziel berichtet was war – aber sei froh, dassd net auf die Goschn gflogn bist, hast a unendliche Sau ghabt! 😀

    Fahrst du Schlauchreifen??

    lgs