Tour de Pelso 2012

Es ist Anfang Juni, die „Tour de Pelso“ – ein Radmarathon rund um den Balaton – steht an. 3 Buben (Georg V., Gotthard „Gotschi“ S. und Rudi H.) machen sich am Freitag spätnachmittags auf den Weg nach Siófok. Es ist der 1. Wettkampf heuer. Die letzten Jahre waren Georg V., einige andere aus unserem „alten“ Team und ich immer bei ungefähr 10 – 12 Rad-Marathons am Start, aus verschiedenen Gründen haben wir reduziert und fahren jetzt mehr private,  gemütliche 1 bis 3-Tages-Touren, aber die „Tour de Pelso“ lassen wir uns nicht entgehen. Wir beziehen unseren „Stamm-Parkplatz“ und richten uns häuslich ein – leider ist im Bully nur Platz für 2, Georg muß daher sein Zelt aufstellen und outside übernachten. Pepi K. und Manfred L. (die mit dem Rennrad eine 3-Tages-Tour machen) treffen ein und gemeinsam gehen wir essen und machen eine Vorbesprechung – das Wetter schaut nämlich nicht gut aus, starker Wind und bedeckter Himmel…

In der Früh sieht es so aus, als hätte der Wind den Regen vertrieben, wir frühstücken, richten die Räder her, rollen uns ein und stellen uns in unseren Startblock – bei den „Schnellen“. Etwas verspätet der Start, die ersten 15 Kilometer neutralisiert, leider sind auch ganz vorne in der Gruppe etliche Volltrottel nicht ganz so routinierte Fahrer und es geht mit nur 25 – 28 kmh und Stopp/Go/Schreierei/Bremserei (einer dreht sich um, schaut zurück und wieder vor und – fährt ungebremst ins Begleitmotorrad…). Beim 1. Hügel fliegen wenigstens ein paar von den Deppen raus (leider nicht alle). Endlich wird schneller gefahren, es fängt inzwischen zu regnen an, einmal schwächer, einmal stärker (es ist aber nicht kalt). Bis zum „60er-Berg“ bleibt das Feld geschlossen, wir sind alle 3 noch vorne dabei, aber dann ziehen die guten Fahrer an, unser Georg zieht mit (Gotschi und ich sind zu schwach) und weg sind sie…

Wir bleiben in der 2. Gruppe, mir taugt das Wetter (ich habs nicht gerne heiß) – o. k., der Regen hätte nicht sein müssen, denn irgendwann muß ich ganz dringend pinkeln, Gotschi geht es ebenso. Wir diskutieren, wo und wann es taktisch klug wäre, aus dem Packl kurz auszusteigen und fahren ungefähr bei km 130 raus. Blitzpinkelpause und dann: Loch zufahren (dafür brauchen wir fast eine halbe Stunde und viele Körner).

Bei Kilometer 175 (ungefähr) – das „Langos-Standl-Bergerl“ tut ein bißl weh, ich denk‘: „…Ha, das letzte Hügerl…“. Pech gehabt. Es kommen noch 2 – nicht wirklich lang, nicht wirklich steil, aber…

Nach einem Blick auf die Uhr packt mich doch tatsächlich noch der Ehrgeiz und ich denk mir: Egal, ich fahr jetzt. Laß das Packl stehen und strample dem Ziel entgegen. Die letzten Kilometer alleine im Gegenwind, niemand kommt mehr nach und bei 05:45:22 (Schnitt 35,0) bin ich drinn. Tadellos, ich bin zufrieden – ich bin um 10 Minuten schneller als im Vorjahr.

Georg treff ich unten beim Auto, er ist noch ganz aufgeregt: „…Oida, i bin am Stockerl – Erster!…“ Gotschi kommt ein paar Minuten später. Nachbesprechung. Duschen. Umziehen. Essen (grauslich). Siegerehrung abwarten. Heimfahren. Gefeiert wird zuhause. Nächstes Jahr wieder!

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