Schlaining mit Hindernissen…

Der „Friedensradmarathon“ in Schlaining (korrekt eigentlich Stadtschlaining)  sorgte bei mir eigentlich für Ärger…
Ich war rechtzeitig angereist, hab meine Startnummer geholt, ein bißl mit Bekannten getratscht, ein bißl warmgefahren, die neue Start-Streckenführung begutachtet…
Ratsch-Bumm, ziemlich pünktlich der Start, ich komm (für meine Verhältnisse) gut über die ersten 2 Hügel, reihe mich in ein flottes Packl ein und es geht dahin.
Kurz vor Oberwart höre ich ein seit voriger Woche bekanntes Geräusch – rumpelpumpel, rumpelpumpel – von meinem Vorderrrad… Ich schere rechts aus, bleib in Oberwart stehen, schaue – diesmal hat der Vorderreifen ein tolles Wimmerl (hier der Grund dafür). Ich bin fast am auszucken, fluche, ärger mich und überlege, roll ich jetzt nach Schlaining zurück oder geh gleich ins nächste Wirtshaus. Aber da seh ich den Servicewagen kommen, hebe die Hand und bitte um einen Vorderreifen. Die Mannen von „Zweirad Fassl“ spannen mir ruckzuck ein neues Vorderrad ein und ich reihe mich wieder in das nächste Packl ein. Ich ärgere mich über die (mindestens) 15 verlorenen Minuten, das gibt mir Energie und ich strample wie ein Weltmeister. Ich will nach vorne kommen und mit 2 oder 3 anderen aus dem Packl arbeiten wir uns immer weiter vor. Etliche werden überholt, manche ziehen mit, aber ich bin überraschenderweise recht stark und ziehe etlichen davon. Bei der Labe ein kurzer Stop, Flaschen füllen, ein Cola und eine Banane einstecken, ein Gel „einizuzzeln“ und weiter. Mein Zorn ist noch nicht verflogen, ich kurble und kurble, fahr Löcher zu, erhole mich ein bißl, fahr wieder vor… Endlich die (so glaube ich irrtümlich) letzten 2 Hügel – von der Bundesstraße rein und dann in Bad Tatzmannsdorf rauf in der prallen Sonne. Hoppla, in Drumling gehts rechts rüber – und der letzte Hügel schmiert sich noch ganz schön und es sind doch noch ein paar Kilometer bis ins Ziel…
Immerhin – es geht sich noch unter 4 Stunden aus, ich bin ganz schön geschafft – etwas kühler wäre mit lieber gewesen…
Dann wieder ein paar Leute aus dem Bikeboard kennen gelernt bzw. wieder getroffen, etwas geplaudert, Essen, Duschen, die Einlauflisten studieren (wieder kein Platz am Stockerl…), das Vorderrad zurückgeben und ab in die Heimat.

P.S.: diesmal gibts keine Fotos

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