Dropping knowledge

Babylonisches Sprachgewirr
– Wie ein runder Tisch die brennendsten Fragen
der Menschheit beantworten will

Drei Aktivisten – Ralf Schmerberg aus Berlin, Cindy Gantz aus Seattle und Jackie Wallace aus New York haben mehr als 50.000 Fragen, die die Menschheit bewegen, gesammelt und 1000 kluge Menschen weltweit für deren Beantwortung nominiert. Das Projekt nennt sich „Dropping knowledge“. Am 9. September 2006 wurden am Bebelplatz in Berlin am größten Runden Tisch der Welt 100 ausgesuchte Fragen beantwortet – von 112 Wissenschaftlern, Philosophen und Künstern, darunter Bianca Jagger, Wim Wenders, Avi Primor.

Als Auftakt sang ein Eskimo aus Grönland einen spirituellen Lobgesang. Neun Stunden hatten Prominente aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur Zeit, die wichtigsten Fragen zu beantworten. Die Idee zu diesem Fragen- und Antwortmarathon hatte Werbefilmer Ralf Schmerberg.

Den leisen Fragern Gehör verschaffen

„Die Leute, die hier herkommen, arbeiten alle zu Themen, die sie mit ihrem Geist, ihrer Stimme ausdrücken,“ sagt Ralf Schmerberg. „Es sind Leute, die sich mitteilen, für etwas kämpfen, für die Zivilgesellschaft stehen. Das ist eine Verstärkung, wie eine größere Wattanlage, die hier aufgebaut ist, damit man überhaupt noch in der heutigen Gesellschaft durchkommt.“ Es geht darum, denen Gehör zu verschaffen, deren Stimme meist untergeht. Auf der Suche nach dieser Gegenöffentlichkeit bereiste Schmerberg alle Kontinente. Einfache Menschen, Philosophen, Antiglobalisierer oder Kriegsgegner forderte er auf, die Frage zu stellen, die ihnen am drängendsten erscheint. Einige dieser Fragen lauten: Warum gibt es so viele Slums? Wie beeinflusst die Konsumgesellschaft unser Leben und unser Denken? Warum hat Gott Lenin und Hitler geschaffen? Und jemand sagt: „Was meine Frage ist? Ich habe keine Frage“…

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