Goulash Disko Festival

Es ist Mitte September, der alljährliche Herbsturlaub (meistens gehts nach Kroatien, mit dem Crosser die Gegend erkunden etc.) steht an. Irgendwann hab ich irgendwo vom Goulash Disko Festival gehört/gelesen und fand die Geschichte schon irgendwie interessant…
Also war der Plan: Runter nach Split, rüber nach Vis, untertags mit dem Crosser herumgurken und am Abend halt ein bissl Musik etc. geniessen und nach 2 Tagen wieder retour aufs Festland und nach ???.

Es kam dann aber doch anders.

Einchecken am provisorischen Campground (mitten in Komiza, ein altes Fabriksgelände [?]) – kein Strom für das allgegenwärtige elektronische Klumpert, ein paar Dixie-Klos und 2 Kaltwasser-Duschen für 200 oder 300 oder 400 zeltende/campierende… Festival-Besucher zwischen 18 und 65 (nein, ich war nicht der älteste!). Kurz darauf fängt es zu schütten an und es schüttet und schüttet. Also rein in den Wohnwagen, kochen, essen, lesen, schlafen…
Am nächsten Tag wunderbares Wetter, also auf den Crosser und eine Inselrunde drehen, am frühen Nachmittag an den Strand zur Hauptbühne meinen Festivalpass holen und eine Info-Runde durch Komiza drehen – wo ist was, wie weit ist es vom Camp zur Mainstage, zur Solar-Stage, wie schauts mit den Kaffeehäusern, Restaurants etc. aus. Dann wieder an den Strand, eine Runde schwimmen, in der Sonne liegen und der Musik zuhören – auf der Hauptbühne (direkt am Strand) jeden Tag von 14:00 Uhr bis 06:00 Uhr (!!!) Musik, wechselweise DJ’s und Live-Bands. Abends Essen gehen und eine Runde schlafen und dann wieder zur Main Stage zum „Abendprogramm“…

Main Stage Lineup

Nachdem Stimmung, Musik, Publikum etc. recht angenehm war, hab ich den ursprünglichen Plan abgeändert und beschlossen, die ganze Woche hierzubleiben.

Also war der tägliche Ablauf ungefähr so:
– Aufstehen, frühstücken, eine Runde mit dem Crosser drehen – viel Auswahl gibts nicht, die Insel ist klein, zu den Buchten/Stränden führen teilweise nur wirklich unfahrbare Wege bzw. sind diese nur per Boot zu erreichen.
– Ein kleines Mittagsjauserl irgendwo, dann an den Strand oder zur Solar-Stage, schwimmen, in der Sonne liegen, Kaffee trinken, lesen, tratschen, guggen…
– Abendessen (überall günstig und gut, es gab auch überall „Goulash-Disko“-Menü’s zu wirklich extrem günstigen Preisen), ein Verdauungsschläfchen und wieder ins Geschehen…

Ein paar Infos/Eindrücke zum Festival:
Die Hauptbühne ist direkt am Strand, nur ein paar m² gross, keine wirkliche Abtrennung zum Publikum, die Musiker/innen spielen auch öfters so mitten drinn, daneben gibts noch ein Info-Standl (Tickets, Merchandising, ein paar Verteiler zum laden der Smartphones/Digi-Cams/wtf.), ein kleines Essens-Standl, eine Bar (alle Drinks zum Normalpreis!) und ein kleines (immer sauberes!) WC-Häuschen.
Die Nebenbühne – „Solar-Stage“ – ist ein paar Buchten weiter, erreichbar für ein paar Kuna per Taxi-Boat (fuhr/fährt fast immer hin und her) oder über einen schmalen Fusspfad…
Nebenbei gibts am Nachmittag und/oder in der Nacht noch ein paar Extra-Aktionen (mitten am Strand zwischen dem tanzenden/chillenden Publikum): Jongleure, Feuerspucker, Hula-Hoop-Artisten usw. usf.

Und was mir besonders angenehm aufgefallen ist:
Alle – Einheimische, Gastro-Personal, Touristen, Gäste, Festival-Publikum – echt easy und entspannt, kein Stress, weder am Gelände noch in der Stadt, einfach überall. Keine Hardcore-Securitys (einfache und lockere Taschen- und Ticket-Kontrolle), keine (uniformierte) Polizei, kein Dreck, kein Wirbel, keine Raufereien, kein Vandalismus…

Jetzt noch ein paar einfache Knipsereien (mit Wischtelefon und/oder Garmin Virb) hier und dada und ein kurzes Video dada… Mehr und bessere Fotos und Videos gibts (wahrscheinlich demnächst) auf der offiziellen Goulash Disko-Festival-Seite und (jetzt schon) auf der FB-Page

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