Aug 29

Stickelberg, ach Stickelberg

Quasi als Prolog eine Auflistung, was ich beim Rennradfahren nicht leiden kann:

  1. Temperaturen über 25°C
  2. längere Steigungen über 10%
  3. mit vollem Magen in der Hitze bergauf fahren…

Und jetzt die G’schicht:
Der Herr „Doctor“ schreibt eine Ausfahrt aus – „…durch die Hölle in den Himmel…. Wer mocht‘ bei einer kulinarischen, Körper und Geist stärkenden „Auferstehungsfahrt“ auf den Stickelberg mit …“
Wer das Wirtshaus am Stickelberg kennt, kennt auch die Strecke dorthin – Rosi auffi, umme nach Wiesmath, dann Hollenthon, Stickelberg – Jauserl – same way retour…
Wer den Doctor kennt, kennt auch seine Vorliebe für Umwege (die immer mehr Höhenmeter beinhalten müssen als die Normal-Route). Nun gut, wenns nicht im Renntempo gefahren werden muss, wirds schon gehen. Irgendwie hagelt es viele Absagen (bin in Moldawien, bin in Salzburg, bin schlecht beieinander, machen dieses Wochenende Ruhepause, bin schon in Amerika…) und so finden sich 3 Leute beim Treffpunkt ein: Manfred S. (der Doctor), Pia G., Rudi H.
Strecke ist bekannt, daher ein volles Löfferl Zauberpulver in die Flasche(n), ein Gel ins Trikot, gegenseitige Versicherung (weils ganz schön warm ist): „…heit foama eh gmiadlich…“ und los gehts. Richtung Mattersburg, Sieggrabener Sattel und dann rechts den kurzen Stich rauf, runter nach Schwarzenbach, Kaffeepause, und dann die „Hölle“ nach Wiesmath rauf (dort hab ichs auf den letzten Metern schon „blitzen“ gesehen). Rüber nach Hollenthon, umme ins Wirtshaus am Stickelberg. Wir sitzen im Schatten, essen und trinken und ich mache einen schweren Fehler: Supperl, Hauptspeise und Nachspeise auch noch!
Nach der Mittagspause werden die Flaschen nachgefüllt und es geht flott runter nach Bromberg. Und dann: rechts rauf nach Hochwolkersorf und auf die Rosalia. Mein Puls steigt, die Beine brennen, ich büße für die Fresserei, kann nur mit Müh und Not die Hinterräder der Mitfahrer halten (und muss auch ab und zu reissen lassen…), fluche über die Hitze, die Steigung(en), schimpfe über meine eigene Blödheit…
Aber so gehen die Steigungen auch zu Ende, wir nehmen noch einen Drink im neuen Lokal auf der Burg Forchtenstein und dann gehts flott nach Hause…

Und morgen wird nur flach gefahren!

Stickelberg Burg Forchtenstein

nachfahren wollen?
Download auf Strava möglich…

Aug 17

Tschechien / Waldviertel 2015/2

2015-08-10 09.06.12Schön langsam wirds zur Gewohnheit: Ungefähr Mitte Augst, wenn es im Burgenland richtig heiss ist, ein paar Tage ab ins etwas kühlere Waldviertel und ins angrenzende Tschechien. Doch heuer wars da „oben“ genauso heiss, stellte sich dann heraus…

Aber der Reihe nach:
Bulli angefüllt mit Rad (diesmal kam meine „neue Freundin“ mit), Radlerzeug, Campingklumpert, analoges und digitales Zeug, usw. usf. und das 1. Ziel – das Camp Olsina in/bei Černá v Pošumaví – angesteuert. Einen schattigen Platz gesucht und wenn mein Stromkabel um ein paar Meter länger wäre, hätte ich direkt am Wasser parken können… Auspacken brauch ich nix, Strom anschliessen, damit der Eiskasten rennt und der Elektrokocher funktioniert (für meinen Frühstückstee) – fertig. Eine Runde schwimmen, Rad herausholen und eine Informations-/Erkundungs-/Akklimatisierungs-Runde gedreht. Schwimmen. Essen. Schlafen.

Tag 2:
Frühstückstee trinken (mehr brauch ich nach dem Aufstehen nicht), auf der (analogen) Landkarte eine grobe Runde zusammengestellt und losgefahren. Auf und ab auf tadellos markierten Radwegen, einsamen Waldwegen und Nebenstrassen – allerdings mit ein paar anständigen Steigungen und bei ziemlicher Hitze… Zwischendurch in einer kleinen Kneipe oder so ein „2. Frühstück“ und irgendwann bei einem Coop oder in einem Lokal ein Jauserl kaufen. Zurück am Campingplatz: schwimmen, duschen und ein kalter Drink aus dem Eiskasten. Essen kochen: nein – ab ins Restaurant Sen. Die Mädels im Service sind nett, aber etwas überfordert, Essen ist gut und günstig.

Tag 3:
Wie Tag 2, Runde mit weniger Kilometer, dafür mehr Höhenmeter – und steilere Anstiege. Auch durch Český Krumlov  eine Runde gedreht – schön, aber unzählige Touristen…

Tag 4:
Genug von der Hitze und den steilen Anstiegen, ich wechsle nach Gmünd auf den Campingplatz beim Sole-Felsen-Bad in Gmünd. Und alles wie gehabt: Eine grobe Runde auf der Karte zusammenstellen und fahren… Hügelig, ein stetes auf und ab, aber mit nicht so steilen Anstiegen wie drüben in Tschechien. Danach rüber in die Therme zum Wellness-Programm…

Tag 5:
Eigentlich wollt ich so eine Kombinationsrunde Waldviertel/Tschechien drehen. Der Anfang war o. k. Dann in der größten Mittagshitze die endlos lange Steigung von Bad Großpertholz nach Karlstift hinaufgeeiert. Einbiegen in den Wald – zur Lainsitz-Quelle. Abkühlen, trinken, Flaschen nachfüllen. Dann wollt ich eigentlich eine Schleife über Tschechien zurück nach Gmünd drehen. Eigentlich. Aber irgendwo hab ich eine Abzweigung übersehen bzw. bin ich falsch abgebogen und dann irgendwie ca. 1 Stunde im Wald herumgeirrt herumgefahren, bis wieder ein Taferl aufgetaucht ist. Abkühlung verschaffte dann ein Fussbad in der Lainsitz. War trotzdem eine schöne Runde – Ausklang natürlich wieder in der Therme…

Tag 6:
Am Tag vor der Heimreise wollte ich noch eine größere Runde in Tschechien drehen, es war eigentlich ausnahmsweise angenehm „kühl“ – also unter 30°C. Doch drüben, knapp vor Nové Hrady komm ich in einen richtigen Regenguss (und natürlich das Regenjackerl im Auto). Also: Kaffee trinken, ein kleines Jauserl im Coop kaufen, warten, guggen. Dort ist es hell, dort ist es finster, Schleiferl neu planen, weiterfahren (im Sonnenschein). Es dreht der Wind, ich werd nochmal nass. Und dann wieder trocken. Und dann wieder nass. Es ist genug – Kilometer und Höhenmeter hab ich eh genug gemacht, Kurzrunde beenden, zurück an den Start und den restlichen Tag in der Therme verbracht…

Tipps / Infos etc.:

  • Unterwegs war ich diesmal mit meinem Crosser – ideal wenn man großteils auf Strassen, Forstautobahnen, Waldwegen unterwegs ist.
  • Unbedingt (überhaupt, wenn es richtig warm/heiss ist) eine Reserve-Trinkflasche oder so (und ein Jauserl) im Rucksack oder Gepäckträger mitnehmen. Manche Orte in der Karte sind einfach eine Ansammlung von Häusern/Gehöften ohne Geschäft(e)/Lokal(e), und öffentliche Trinkbrunnen/Wasserstellen gibts eigentlich gar nicht – gilt für Tschechien und fürs Waldviertel.
  • Einkaufen im Coop (in grösseren Dörfern in Tschechien) ganztägig (keine Mittagspause), im Waldviertel diverse Supermärkte (auch dünn gesät).
  • Bezahlen (in Tschechien): Mit Kronen – Euros werden zwar manchesmal genommen, aber sicher ist sicher (und vor allem ist der Kurs in diesem Fall besser).
  • Orientierung: Ich hab immer (auch) analoges Kartenmaterial dabei. Diesmal Rad-/Wanderkarte(n) im Maßstab 1:60:000, wo alle Rad-/Wanderwege eingezeichnet sind – siehe Kartenausschnitt. Es gibt (fast) an jeder Kreuzung Schilder mit Entfernungsangaben, Rad-/Wander-Weg-Nummer, nächster Ort usw. usf.
  • Karten kauf ich (wenn erhältlich) bei Freytag & Berndt oder bei Allmaps.de.
  • Es ist halt viel (relativ) dünn besiedelte „Gegend“ – wers mag, ist gut bedient. Kultur, Geocaching etc. hab ich (diesmal) ausgelassen – gibts sicher auch einiges…

Hier noch ein paar Bilder – mehr gibts dada (einfache Knipsereien mit DigiCam und/oder Wischtelefon)

 

Aug 08

Bike-Zombies Tagesausflug

Die Bike-Zombies, 1 Anwärterin auf Vollmitgliedschaft und 1 Gastfahrer fahren endlich zum Griechen nach Katzelsdorf (ein langgehegter Wunsch des Herrn Doctor). Mein Fotoapparat liegt in der Küche am Tisch und mein Wischtelefon hat irgendwie irgendwas heruntergesaugt oder so und dabei auch den Akku leergemacht (vielleicht sollt ich mir doch ein Tascherl zulegen)… Keine Geschichte, keine Foddos, nur ein Screenshot der Runde…

Runde0808

Aug 04

Crosser rulez !

Die heutige RundeEin paar Kilometer sollt ich noch herunterdrehen mit meiner neuen Freundin (bevor sie – vor dem Kurzurlaub im Waldviertel – zum 1. Service kann/soll/muss). Also kurz überlegt und im Kopf die Runde zusammengestellt: am Anfang Koglrunde, dann in den Wald, über den „Herrentisch“ (dort war ich schon einmal mit dem MTB) zum Helenenschacht und über Sopron wieder heim. Ja, der Anfang war eh nicht schlecht, aber irgendwie bin ich dann oben auf dem Rohrbacher Sattel falsch abgebogen und bin wieder in Rohrbach rausgekommen. Also nochmal rauf und – drauf gschissn. Weiter bis Loipersbach, rüber nach Agendorf und rauf Richtung Helenenschacht, runter nach Brennbergbánya, dort ein Cola und ein Wasser zum Flaschen befüllen im „Kirchenbeisl“ und über Sopron wieder heim…

Aug 02

Rennrad: 3-Länder-Runde

Irgendwann diese Woche: Ich komm aus dem Bergwerk, setz mich vor die Kiste und im Chatfenster taucht der Herr Pepi auf – „…findest du in die wollzeile in wien, fahr ma mit dem radl meinen buben im gschäft besuchen…„. Meine Antwort: „…bei dem scheen wedda brauch ma owa ned nochn wien foan, moch ma do irgendwo a ausfahrt…„.
Gesagt, getan, Herr Pepi reagiert blitzschnell und schreibt eine Bratislava-Ausfahrt für die „Bike-Zombies“ und Freunde aus. Ruck-zuck sind alle (bis auf den „Doctor“ – der muß leider arbeiten) einverstanden und verständigt, Treffpunkt und Uhrzeit wird ausgemacht und fertig.
Treffpunkt: Samstag, 01.08., 09:30 beim Enzo in Weiden.
Ich reise wie ein paar andere auch mit dem Rad an, einige mit dem Zug oder Auto.
Und, hoppla – es sind 5 (von insgesamt 6) Bike-Zombies und 6 „GastfahrerInnen“!
Ein Kaffeetscherl beim Enzo und los gehts. Pepi macht den Guide und wir fahren über Zurndorf, Pama, Kittsee nach Bratislava. Dort eine kleine Altstadt-Runde (mehr schieben als fahren, denn es sind unzählige Touristen unterwegs…). Raus Richtung Donau und die 1. Pause wird gemacht. Weiter auf der anderen Donau-Seite bis zur „Krokodilbar“ – 2. Pause. Immer der Donau entlang bis zur ungarischen Grenze, ein Schwenk und wir fahren bis Rajka. Dort machen wir dann unsere Mittagspause in der Tulipanos Csarda, essen gut und günstig und dann gehts wieder weiter. Leider passiert dann dem Joschi ein (zum Glück nur ein eher kleineres) Unglück: Auf dem Radweg sind in unregelmässigen Abständen in  der Mitte schmale Poller – werden zwar vom Vordermann angezeigt, aber Joschi hat ihn zu spät gesehen, war irgendwie durch die vor ihm fahrenden sichtbehindert und fliegt drüber… Er übersteht den Sturz quasi unverletzt, aber sein Carbon-Lenker bricht in 2 Teile… Mit einem Stück Nussbaumholz wird improvisiert und der Lenker hält irgendwie…
Weiter gehts über Hegyeshalom und Nickelsdorf Richtung Halbturn. Da dar natürlich ein Abstecher nach Kasimir nicht fehlen (dort gelingt dann endlich ein Gruppenfoto) und danach teilt sich dir Gruppe schön langsam: Frau Lotte, Herr Georg und Joschi schwenken nach links Richtung Heimat, der Rest fährt weiter. In Gols biegt Pepi ab, der Rest: nach Weiden zum Enzo. Ein Abschluss-Drink und die Restgruppe löst sich auf und alle machen sich auf den Heimweg. Mich zieht „der Magnet“ in Purbach natürlich noch auf einen Spritzer zum Strommer, wo ich noch den Josef treffe, der eigentlich auch mitfahren wollte, aber leider bei der Anreise auf der Autobahn im Stau steckte…
Dann meine letzten Kilometer und daheim zeigt der Garmin (überraschenderweise hat der Akku gehalten, obwohl er schon lange „Akku schwach“ angezeigt hatte) knappe 170 km und ein paar (452) hm…
Auf Strava gibts die Runde zum anguggen/downloaden/nachfahren…

0108

Jul 28

Testfahrt + Streckenerkundung

Seit kurzem habe ich ja auch einen „Crosser“, den ich mir eingebildet habe. Nachdem ich mit meinem Quantec-Renner sehr zufrieden bin, hab ich mich auch für einen Quantec-Crosser entschieden. Heute war das richtige Wetter für eine längere Ausfahrt. Also nach St. Margarethen, weiter Richtung Ungarn und beim Paneuropäischen Picknick-Platz rechts auf den Iron Curtain Trail. Dann weiter durch Sopron und hinauf nach Brennbergbanya (fast ganz oben, kurz bvor der Abzweigung wurde lobenswerterweise das Gitter – siehe Foto 4 – ausgestauscht, früher musste man mit dem Renner drüberspringen oder man ist steckengeblieben…) und rüber Richtung Helenenschacht. Dort ist eine Abzweigung. Links gehts zum Helenenschacht bzw. nach Ritzing. Rechts gehts asphaltiert weiter nach „Üj Hermes“ – aber wie weit ist asphaltiert und wo kommt man raus? Mit dem Rennrad bin ich dort noch nie gefahren, mit dem Crosser sollts gehen… Ja, es geht (bis auf vielleicht 400 mtr. alles aspahltiert) – rausgekommen bin ich allerdings wieder knapp unterhalb von Brennbergbanya (aber es gibt noch ein paar Abzweiger, die ich vielleicht noch abfahre, wenn ich mehr Zeit habe…).
Dann ein Schwenk nach links und über Agfalva, Schattendorf… wieder nach Hause…

Jul 21

Daily Shot

Rennradrunde in der Hitze. Ausnahmsweise öfters stehengeblieben – einfach die Gegend anschauen, mit dem Wischtelefon Bilder machen, Trinkflaschen befüllen, Kaffee trinken…

ds2107

Jun 29

2. Akkutausch – Edge 705

Immerhin hat der Akku schon eine Weile gehalten – zuletzt habe ich ihn am 04.12.2011 (!) bei meinem Garmin Edge 705 getauscht. Aber jetzt hat er/sie/es schon ein bißl geschwächelt – nach knappen 8 oder 9 Stunden wars finster… Aber ich hatte damals noch schnell einen 2. Akku gekauft und den hab ich halt heute eingebaut…Die Vorgeschichte dazu findet ihr hier.

Jun 27

Einmal woanders radeln…

So ab und zu brauch ich ein bißl eine andere Gegend (und auch andere Leute) beim/zum Rennradeln… Dafür gibts ja die diversen sozialen Netzwerke, Foren etc. und so bin ich halt ab und zu (unter anderem) auch mit ein paar RennradlerInnen vom VCS unterwegs. Treffpunkt war in Simmering, so weit wollt ich aber nicht fahren. Und – weil morgen eh eine Seerunde ansteht und das Wetter auch nicht soooo berauschend aussah, bin ich halt mit dem Auto bis nach Achau gefahren und hab dort auf die Truppe gewartet. War eine schöne Runde, Wetter hat gehalten – nicht zu heiss, aber auch kein Regen…

2706Hafnerberg

Foto: © Thomas Bosler