Dez 28

Weihnachtsausfahrt 2008

…wurde schon abgemahnt – „…wo sind die Fotos?…“
Hab heuer die traditionelle Weihnachtsausfahrt nicht alleine unternommen, sondern bin mit Gerhard M. (sponsort die Reifenindustrie, hat – angeblich – bei jeder Ausfahrt einen Patschen) eine kleine Runde durchs Leithagebirge gefahren…
– Und bin wieder zu der Erkenntnis gekommen: Ich bleib‘ lieber mit dem Rennrad auf der Straße – mein Uralt-MTB und mein (hauptsächlich winterlicher) exzessiver Nikotin-Genuß erschwert das Radeln im Wald ungemein…

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Nov 19

2 Hände sind nicht genug

…schalten, bremsen, blinken, lenken, Gas geben, schalten, telefonieren (ohne Freisprecheinrichtung) – dafür sind 2 Hände nicht genug!
Trotz nicht ganz so schönem Wetter hab‘ ich eine Rennrad-Ausfahrt gemacht (Geist und Körper haben es verlangt) und bei der Stadtausfahrt von Eisenstadt, beim vorletzten Kreisverkehr hätt’s mich fast erwischt – ein(e) Autofahrer(in) in einem ach so modernen Pseudo-Geländewagen kommt immer weiter nach rechts – siehe 1. Satz, mit Müh‘ und Not hüpf ich aufs Bankett, balanciere knapp neben dem Straßengraben und krieg einen Wut-Anfall…
Leider reichte die Kraft nicht, dem Auto hinterher zu fahren, ich hätt‘ ihn oder sie sicher aus der Karre gezerrt und verprügelt…
Ich fordere mindestens 10 Peitschenhiebe auf die Hand, die das Telefon hält + 40 Tropfen heißes Wachs ins Ohrwaschel für solche Arschlöcher…

Nov 05

Rad-Marathons 2008 – Rückblick

…Die Radmarathon-Saison 2008 ist vorbei – Zeit für einen kleinen Rückblick:
9 Radmarathons bin ich heuer gefahren („Tour de Pelso“ in Ungarn musste ich leider wegen Terminkollisionen – „Euro 08“ sei Dank – auslassen). Insgesamt 3.655 km mit dem Auto zur An- und Abreise an den jeweiligen Standort wurden absolviert (im Vergleich dazu die Streckenlänge aller 9 Marathons: ca. 1.120 km), einige Euros an Spesen verbraten, erspart hab‘ ich mir Dank meiner „Hippie-Karre“ etliche Euros für Pensionen/Hotels…startnummern.jpg
Etliche Bekannte/Freunde habe ich auch wieder getroffen –  nomadengleich ziehen die immer wieder selben Leute quer durch Österreich, um sich mit gleichgesinnten zu messen, um die Gegenden zu genießen,  sich über Berge zu quälen, bei Hitze, Regen und/oder Wind ihre Kilometer abzuspulen…
Einige Marathons bin ich mit Teamkollegen vom „Radteam Lautner Heizung“ gefahren, bei einigen Marathons wollt ich mein Rennradl schon in den Graben schmeißen (ich bin ja wirklich kein Bergfahrer), bei einigen anderen hatte ich wirklich eine gute Form und es ging flott und problemlos dahin…
Jetzt ist ja eigentlich „Ruhezeit“, aber das wunderbare Spätherbstwetter treibt mich doch noch öfters hinaus, gemütliche Ausfahrten durch’s Nordburgenland werden absolviert…
Nebenbei wird schon an die Saison 2009 gedacht, wo werde(n) ich/wir fahren, neues Material wird gebutachtet, einige Teile habe ich schon gekauft, gute Vorsätze (weniger rauchen, mehr trainieren…) gefasst… – man wird sehen

Okt 27

Ein schöner Sonntag…

Zwischen durchguggen, aussortieren, bewerten, in die Datenbank eintragen, auf ebay einstellen usw. von etlichen Büchern hab‘ ich mir doch an diesem schönen, sonnigen Tag die Zeit genommen, mich auf mein Rennrad zu schwingen und eine „Koglrunde“ zu drehen…
Fast windstill, sonnig, ungefähr 15° – ideales Radlwetter. Die Saison ist ja schon vorbei, also kein fahren nach Trainingsplan, sondern gemütlich nach Lust und Laune dahinrollen, ein paar Intervalle fahren, Zeit und Muße ab und zu stehen zu bleiben, Fotos zu machen, ein Zigaretterl zu rauchen…

wo ist der Inhalt ?am KigelbergRudi rastet rauchend...

Zu Hause dann duschen, essen und – quasi als Höhepunkt – einen Becher heißen (richtigen) Kakao mit einem Schluck (richtigen) Rum im Wohnzimmer genießen, den Blick ab und zu auf das Glasfenster des Ofens, schmökern in Elias Canetti’s „Stimmen aus Marrakesch“…

Sep 17

Entzugserscheinungen…

und leichter Frust machen sich breit…
Seit 10 Tagen bin ich nicht mehr auf meinem Rennrad gesessen:
Vorige Woche: „Prinzenwetter“ – und ich hab‘ einen terminlich unaufschiebbaren Nebenjob zu erledigen…
Diese Woche: Strömender Regen und fast schon Sturm…
Heute: Trocken und windig, ich hab‘ einen Nachmittagstermin – aber die „Winterpanier“ schon hergerichtet – wollt‘ morgen eine Runde fahren…
Vor 20 Minuten: Das Telefon läutet „…es ist bitte so, das… du solltest/müsstest…“ – und schon ist die Woche wieder gelaufen, Nebenjob ist terminlich nicht zu verschieben…
Das positive daran: Ein paar Euros für neues Material kommen herein (hoffentlich verlern ich derweil das Radfahren nicht…)

Sep 12

Wildoner Thermen Radmarathon 07.09.08

Der „Steirische Wildoner Thermen Radmarathon“ (heuer mit ca. 5.700 Teilnehmern – auf der B-Strecke ca. 1.006) ist für das „Radteam Lautner Heizung“ immer der Saisonabschluß-Radmarathon – das gesamte Team fährt (auf verschiedenen Strecken), es wird gemütlich gefahren, die schöne Strecke genossen, bei jeder Labe wird pausiert, gegessen, getrunken, geplaudert…
Nach dem Start bildeten sich heuer in unserem Team 2 Gruppen – die „gemütliche“ und die „ganz gemütliche“ (mit Frauen und Kindern). In der „gemütlichen“ Gruppe ging’s zwischen den Laben zügig dahin, fast immer fuhr unsere Sechser-Gruppe vorne weg, hinter uns im Windschatten immer ca. 50 Fahrer/innen…
Laut Einlaufliste waren wir bei traumhaftem Spätsommerwetter ca. 4:39 unterwegs, davon reine Fahrzeit ca. 4:00 (in etwa ein 33er-Schnitt)…
Einen Wermutstropfen gab’s allerdings: Unser „Spezialparkplatz“ ist jedes Jahr so gewählt, dass wir nur einige Schritte zur Dusche haben – diese war aber heuer (das 1. Mal seit 6 Jahren) zugesperrt und wir mussten mit einem Gartenschlauch mit aufgesteckter Autowaschbürste und eiskaltem Wasser vorlieb nehmen!
Trotzdem ein schöner Saison-Abschluß – jetzt heißt es: weitertrainieren, die Form über den Winter halten, bzw. steigern, damit wir bei den Radmarathons nächstes Jahr wieder gute Zeiten einfahren…

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[Fotos werden durch anklicken größer !]
[noch größer auf meinem Flickr-Album!]

 

Aug 11

15. Friedens-Radmarathon Stadtschlaining

Runter, rauf, runter, rauf, leicht begab mit einigen kleinen Wellen… – so geht’s los beim Friedens-Radmarathon in Stadtschlaining.
Den Start hätt‘ ich fast verschlafen, einmal ein Marathon bei dem es keine nervige Musik im Startgelände gibt, keine Ansprachen, Lobhudeleien über die Sponsoren etc. Werner Glösl zückt die Startpistole und los geht’s – ich steh noch neben dem Rad, finde kaum in die Pedale, Lotte und Georg sind schon weg… Ich drücke mit kalten Haxen über die ersten 2 „Berge“, reihe mich auf der B50 in die nächstbeste Gruppe und kurble, was Beine und Lunge hergeben. Ich arbeite mich vor, der Puls immer am Limit und nach der Umfahrung Oberwart sehe ich eine Gruppe weiter vorne meine Teamkollegen Lotte und Georg. Also Vollgas weiter, abwechselnd nur mit 2, 3 anderen versuchen wir, an die Gruppe heranzukommen, in unserem Packl sind sonst nur „Lutscher“. Der Abstand wird immer kleiner, doch wir kommen nicht richtig ran…
Bei der Einfahrt zum Stich kurz nach Burg sind Lotte und Georg ca. 50 Meter vor mir – ich unten, die beiden fast oben. Ich will nach Georg schreien, damit er sich zurückfallen lässt und mir hilft, aber ich krieg keinen Ton mehr heraus. Die Aufholjagd und die Rackerei vorne im Packl haben mich etliche Körner gekostet, ich bin leer… Ein Gel, eine Banane – ich mühe mich ab, mein Packl zu halten und bis St. Michael kämpfe ich hart um nicht abzureißen. Vor der Labe reiße ich aus, mache den Veschluß meiner Trinkflasche auf, bleib kurz stehen um mir die Flasche füllen zu lassen, nehm‘ eine Banane und eine Wurstsemmel und bin schon wieder unterwegs. Überraschenderweise hab ich auf den kommenden Hügeln keine Probleme, aber der Wind zwischen Wörterberg und Grafenschachen ist nicht gut… Ab Grafenschachen ziehe ich meiner Gruppe langsam, aber sicher davon, wundere mich über meine noch vorhandene Kraft und arbeite mich immer weiter nach vorne. Selbst die letzten beiden Anstiege gehen relativ flott und problemlos mit 39/21. Nach 3:43:54 komm‘ ich als 147. von 260 (in meiner Altersklasse als 20. von 59) ins Ziel und bin total unzufrieden und relativ frustriert. Irgendwas hab‘ ich falsch gemacht bei diesem Marathon…

Ach ja – das Wetter: bei der Anfahrt regnet es von Oslip bis Stadtschlainig, ca. eine Stunde vor dem Start hört es auf und – es bleibt trocken !


Aug 05

Selzthaler Radmarathon

startkartese.jpgDer – für mich – härteste Radmarathon der Saison ist Geschichte…
Bei der abendlichen Fahrt nach Selzthal regnet es streckenweise in Strömen, Erinnerungen an 2005 und 2006 werden wach, aber in Selzthal ist es trocken.
In der Früh ist es auch noch (fast) trocken und relativ warm. 1 Weiblein (Lotte) und 2 Männlein (Georg und Rudi) vom „Radteam Lautner Heizung“ sind auch am Start. Laut Starterliste wagen sich 120 Radler/innen (92 kommen in die Wertung) auf die „Classic“-Strecke mit 150 km und 2078 hm. Das Anfangstempo ist flott, am 1. Berg – nach ca. 5 km – krieg ich schon keine Luft – meine Frühstückszigaretterln blockieren ein bißl meine Atemwege, mit Müh und Not bleib ich dran.
Gleich darauf beginnt es anständig zu regnen – na also, sind wir ja bei diesem Marathon gewohnt… Von hinten kommen noch zwei Fahrer, in Sichtweite vor uns eine Vierer-Gruppe. Also rackern wir abwechselnd anständig und in Spital am Pyhrn sind wir endlich dran – und ich bin „blau“. Dementsprechend wackel ich den Pyhrnpass hinauf, verfluche meine Nikotinsucht und muß einige Fahrer ziehen lassen. Zwischen Abfahrt Pyhrnpass und Anstieg Hengstpass kann ich endlich wieder an eine Gruppe anschliessen, ich bin wieder halbwegs im „grünen“ Bereich und gemeinsam fahren wir weiter. Der Hengstpass tut eigentlich nicht weh (in der Gruppe ist es leichter), bei der Labe bleiben wir stehen, eine Kleinigkeit essen, Flaschen nachfüllen, und weiter geht’s. Zum Regnen hat es auch irgendwo aufgehört (wir werdenaber trotzdem noch einmal irgendwo nass, das ist uns aber egal…). Wellig geht’s weiter, der Anstieg zum Erbsattel ist wieder recht hart, dann immer wieder wellig mit ein paar (für mich) giftigen Anstiegen, aber ich bleib an der Gruppe dran (an dieser Stelle ein Dank an die Mannen vom „AMS-Bike-Team Rottenmann“ für’s lutschen lassen!). Endlich sind wir bei der Labe Gstatterboden – ein Kaffee, ein Zigaretterl, ein paar Verhackert-Brote mit Zwiebel und Paradeiser, ein Cola, ein Kuchen… – da werden die Speicher vor Kaiserau noch richtig angefüllt. Wir sind ungefähr bei km 105, das Ziel scheint richtig nah – wäre da nicht der Anstieg nach Kaiserau. Ich denke an das Vorjahr, halte mich etwas zurück, damit ich nicht wieder mit Puls 165 in den Anstieg komme und trotzdem – irgendwo in der Mitte der Auffahrt muß ich kurz vom Rad, meine Bergfahrqualitäten sind unter aller Sau… Bei der letzten Labe ein kurzer Stopp, die Kollegen aus Rottenmann bleiben sitzen und genehmigen sich ein paar übrig gebliebene Biere (wir sind – angeblich – definitiv das letzte Packl), ich fahre aber weiter. Endlich geht’s nur mehr bergab, von den angekündigten schlechten Straßenverhältnissen (viel Streu-Split in den Kurven und überhaupt) ist eigentlich nicht viel zu sehen und ich rase hinunter. Leider ist dann auf den letzten Kilometern noch Gegenwind und weit und breit niemand zu sehen. So fahre ich von Dietmannsdorf nach Selzthal alleine und bin nach 6:26:irgenwas als 85. im Ziel…
Georg wird 51. mit einer Zeit von 5:17:58, Lotte auf der kurzen Strecke (90 km/600 hm) 43. mit einer Zeit von 2:48:30.
Anschließend warten wir noch auf die Verlosung – 1. Preis war eine Woche Malle für 2 Personen – aber, leider nein…

Jul 21

Wachauer Radmarathon

Am Samstag auf einer Vernissage gewesen, dann noch ewig über Kunst, Gott und die Welt diskutiert – hoppla, ist es wirklich schon so spät?…
Also noch das Auto eingeräumt und noch in der Nacht nach Mautern gefahren. Super Parkplatz ergattert, wunderbar geschlafen und als einer der ersten bei der Startnummern-Ausgabe. Gemütlich Kaffee getrunken, den Morgenschiss erledigt (ohne ewiges anstellen vor den wenigen vorhandenen WC)…
Die anderen Team-Mitglieder trudeln ein, Georg will nicht nass werden (es schaut nach Regen aus) und meldet von der langen auf die kurze um… – wunderbar, da haben Lotte und ich eine starke Lokomotive! Weil es in der Wachau „um nix geht“ – kein Cup oder ähnliches, trödeln wir wieder herum und stehen am Start irgendwo ganz hinten. Franz, unser 4. im Bunde steht irgendwo ganz vorne, wir sehen ihn erst im Ziel wieder. Hohes Tempo von Anfang an, wir arbeiten und immer weiter nach vorne, am 1. Berg bin ich noch richtig fit, problemlos ziehe ich hinter Georg und vor Lotte hoch (o.k. – Georg is ja um einiges stärker und nimmt mir und Lotte schon ein paar Minuten ab – wartet aber oben und versorgt uns mit Bananen). Zügig geht’s weiter, wir fahren ein paar Löcher zu und sind „guad drauf“, irgendwann regnet es kurz, aber wir werden nicht richtig nass. Schon sind wir beim Anstieg nach Maria Langegg,  und der tut schon wieder richtig weh – bin wohl wieder einmal zu schnell (und mit zu hohem Puls) hineingefahren.
Das bedeutet im Klartext: Meine Gauloises ohne Filter bremsen ganz schön, ich muß reißen lassen und Georg und Lotte ziehen davon… Georg wartet oben auf mich und hilft mir, wieder nach vorne zu kommen. Nach der Abfahrt, 7 oder 8 Kilometer vor dem Ziel jammert Lotte „…langsamer, ich kann nicht mehr, ich brauch‘ 2 Minuten zur Erholung…“. Nicht gerne, aber doch nehmen wir das Tempo raus, wollen wieder anziehen – Lotte kommt nicht nach… – „…Bidde Lotte, foa, mia san glei daham…“ – „…Es geht ned…“. Mindestens 40-50 Männlein/Weiblein (die wir alle vorher abgehängt haben bzw. die bei uns „gelutscht“ haben) ziehen vorbei und wir fahren im „Hausfrauen-Tempo“ ins Ziel – die Uhr zeigt 2:49:59…
Im Ziel dann des Rätsels Lösung: bei Lottes Hinterrad ist eine Speiche ab, das Laufrad hat einen massiven 8er, die Felge brennheiß – jetzt ist uns alles klar…