Apr 15

Trainingslager 2017/1

Starterliste für die "1.000 KM"Viele Jahre lang waren die „Bike-Zombies“ (entweder alle oder fast alle – mit einem „Gastfahrer“) so um die Osterzeit herum gemeinsam auf einem sogenannten „Trainingslager“ – in Mallorca, in der Toskana, wieder in Mallorca, in der Emilia-Romagna usw. usf. Heuer wirds (leider) nix. Wir kommen ned zsamm – finden irgendwie keinen Termin und kein Ziel das alle anspricht und so kocht jeder sein eigenes Süppchen…
Ich hab lange überlegt:
wieder einmal Mallorca? – da kenn ich ja schon fast alles,
oder wieder einmal Kroatien/Istrien? – da bin ich eigentlich eh fast immer Ende September und kenn auch schon viel,
oder Toskana? – ich weiss nicht…
Und dann bin ich beim surfen auf den „Giro Sardegna“ gestossen und das hat mir irgendwie doch recht gut gefallen. In Sardinien war ich das letzte Mal vor ungefähr 40 Jahren, also ist es eh wieder einmal an der Zeit.
Dann die Qual der Wahl: Welche Variante nehm ich – Grangiro, Mediogiro, Tour oder 1.000 km?
Nachdem ich ja ein „richtiger“ Randonneur werden will (und auch schon meine ersten 200er hinter mir habe), habe ich mich dann endgültig für die „1.000 KM“ entschieden.
Also angemeldet, Hotel und Fähre gebucht, bezahlt und demnächst ist es soweit.
Heut kam die aktuelle Startliste – immerhin bin ich nicht der einzige Österreicher (einer ist noch dabei) und für die 1.000 KM sind 19 Fahrer gemeldet…
Ich werde berichten, wie es war…

Apr 03

Eröffnungsbrevet 2017

200er-Brevet01.04.2017 – Der Eröffnungsbrevet – Attersee-Runde.
Aufstehen um 03:30 Uhr, frühstücken, Glumpert zsammpacken, einladen, Mitfahrer (Frau Pia und Herr Manfred) einsammeln und auf gehts Richtung Haid. Auf der Autobahn ein 2. Frühstück: Kaffee aus der Thermoskanne, Wurstsemmerl… Nach knapp 2 Stunden sind wir am Startort. Wunderbares Wetter erwartet uns (im Gegensatz zum Abschlussbrevet 2016). Wir holen uns unsere Brevet-Karte, ziehen uns um, begrüssen Freunde (es sind noch 2 Bike-Zombies am Start), Bekannte und (noch) Unbekannte und ruck-zuck ist es 08:00 Uhr – Startzeit.
„…Ein Brevet ist kein Rennen…“ wird ja immer betont, trotzdem fahren wir gleich etwas flotter und haben in der ersten Stunde einen 33er-Schnitt. Irgendwann kommt es dann, wie es immer kommt: Ich komm irgendein Bergerl/Hügerl nicht schnell genug hinauf (zu schwach, zu schwer), ich seh „mein“ Packl zwar noch, versuche hinzufahren und bring das Loch aber nicht mehr zu…
Also alleine weiterkurbeln und hoffen, dass von hinten wer nachkommt. Allerdings hab ich dann noch einen Abzweiger übersehen, fahr 5 Minuten in die falsche Richtung, wieder retour und auf Kurs. Dann fahr ich brav und alleine meiner Route am Garmin nach – bis zum Attersee: Dort ist (laut meinem Garmin) die Strecke zu Ende (irgendwie hab ich beim rauf-/rüberspielen wieder was falsch gemacht)…
Karte/Streckenplan hab ich keine(n) einstecken, jetzt steh ich hilflos da und warte. Heinz „Enzo“ kommt mit einem Begleiter von hinten und die beiden nehmen mich mit bis zur 2. Kontrollstelle. Dort ist auch unter anderen „mein“ Packl versammelt.
„… Nehmts mich mit?…“ – „…Ja, in 5 Minuten fahrma…“ – Ich geh pinkeln, komm zurück – alle weg. Egal, ich fahre mit ??? (Namen nicht erfragt / vergessen) weiter und wir fahren zu zweit bis zur 3. Kontrollstelle. Dort holen wir uns ein Getränk, essen einen Riegel und es kommen noch ein 3 Fahrer dazu. Gemeinsam nehmen wir die letzten 40 km in Angriff und fahren schön flott „nach Hause“.
Ich bin mit einer Gesamtzeit von 07:59:35 (reine Fahrzeit 07:29:22 – Schnitt 26,80) im Ziel.
Duschen, umziehen, essen, tratschen, heimfahren…
Strecke etc.: dada 
mehr Infos zu den Brevets: dada

alle Fotos: © Ferdinand Jung

Nov 16

Crosser-Saison: Start

Schön langsam ist die Wetterlage winterlich. Also wird es Zeit, vom Rennrad mit den dünnen Reifen auf den Crosser mit den etwas breiteren (und stoppeligen) Reifen umzusteigen. Und auf den Feld- und Waldwegen ist es (momentan, in etwas höheren Lagen) leicht angezuckert, stellenweise gatschig und ganz einfach schöner zu fahren, als auf den Strassen…
Und drum hab ich gestern nach langem wieder einmal im Koglwald eine Runde gedreht. Leider bin ich etwas zu spät losgefahren und hab mich dann heimtummeln müssen (und ein paar Wege, die ich erkunden wollte auslassen müssen – hab zwar ein Licht mitgehabt, aber ich fahr nicht gerne im finstern).
Aber der Winter ist (leider) sicher noch lang genug für einige Touren…

15_1 15_2 15_3

Okt 11

Kudos, KOM’s, Segmente…

StravaDer Titel beinhaltet für dich nur Fremdwörter? Dann bist du kein(e) Radler(in). Strava – seit ??? der ultimative Spatzi-/Mösen-Vergleich für alle Arten von Radlern (RR, MTB, Crosser in allen Variationen…). Irgendwer ist auf einem Segment schneller – umziehen, aufs Radl und los – das kanns doch nicht geben…

Ich bin natürlich auch vertreten, aber: eigentlich nutz ich die Plattform nur als externe Datensicherung für meine radlerischen Aktivitäten. Seit langem fahr ich keine Wettkämpfe mehr – zu alt, zu schwach, kein Ehrgeiz. Ich bin nur mehr der Genussradler, fahr zum Zwecke der Gehirnwäsche (im positiven Sinn), um mir die Gegend anzuschauen, neue Gegenden kennen zu lernen etc.

Und so ist es mir auch relativ wurscht, wie viele „Kudos“ ich für eine Runde bekomme und ich selber vergebe auch eigentlich nie oder selten Kudos. Das hängt aber nicht damit zusammen, dass ich die Leistungen meiner Radlerkollegen nicht schätze/bewundere, sondern: ich schau ja kaum und hab nicht soviel Zeit

Okt 02

Kroatien 2016 – Krk

Die inzwischen schon jährliche Kroatien-Reise so um Mitte/Ende September steht an. Der „neue“ Bulli provisorisch eingerichtet, alles notwendige Glumpert eingeladen und abgefahren. Ziel diesmal: Krk. Wunderbares Spätsommerwetter, schwacher Verkehr auf der Autobahn, feines Funk-Soul-Musik-Gemisch aus den Boxen – was will man mehr. Erste Station: Der Campingplatz in Njivice – überraschend voll noch (und nicht nur Pensionisten), trotzdem einen schönen, ruhigen Stellplatz gefunden. Stromkabel angesteckt, im WLAN eingeloggt, funktioniert in halbwegs annehmbarer Geschwindigkeit, der moderne Nomade ist glücklich.
Die nächsten Tage mit dem Crosser herumgegondelt, viel auf und ab auf einsamen Nebenstrassen, ein paar Wanderwege abgefahren (und den Crosser getragen/geschoben – wäre aber auch mit einem MTB nicht alles fahrbar). Diverse Pausen zum guggen, für ein kurzes Bad im Meer, für den Genuss von Schinken, Käse, Kaffee, Mineralwasser, Cynar-Soda… Abendessen in Njivice (eigentlich eh nur ein reines Feriendorf mit etlichen Hotels, Pensionen und dem Camp) – an der Strandpromenade und im Zentrum gibts die in Urlaubsorten üblichen, austauschbaren Restaurants, Pizzerien, Cafes etc., also kann ich keinen Spezialtipp verraten – Speisekarte überall ziemlich gleich, ich hab gut gegessen, es waren keine vom-hocker-reisser dabei (hab aber nicht alle Lokale durchprobiert).
Dann einen Wechsel nach Punat ins Camp Pila – dort war schon wesentlich weniger los – am Campinplatz und im Ort. Den Süden der Insel abegeradelt (es gibt eh nur 2 Strassen) und eine MTB-Tour mit dem Crosser gemacht (ist mit fluchen, schieben und tragen eh gegangen). Dann im Ort eine ordentliche Konoba gefunden (Konoba Sidro) und dort mehrmals hervorragend gegessen!
Eine Wanderung (geht auch mit einem MTB nicht) auf den höchsten Berg der Insel (den Obzova, 569 mtr) hab ich auch gemacht und dann war eigentlich alles, was ich vorhatte abgehakt…

Fazit:
Für Badefreunde ist Krk sicher interessant, viele Strände und kleine (tw. auch einsame Buchten), für Rennradler tadelloses Trainingsgebiet, allerdings viel auf und ab mit manchesmal ordentlichen Steigungen (siehe meine Runden auf Strava – suchen nach Krk 2016) und die Insel ist bald „abgeradelt“. Crosser und/oder MTB-Touren gibts wenig – alles dicht bewaldet bzw. mit undurchdringlichem Buschwerk bedeckt, wenig Feld- oder Wander-Wege wie bei uns…
Und:
Die „Inneneinrichtung“ bei meinem neuen Bulli gehört doch noch etwas überdacht und verbessert…

Da noch ein paar Foddos (einfache Knipsereien mit Wischtelefon und/oder kleiner Digicam), mehr davon gibts hier im Fotoalbum und mit einem Klick auf das mittlere Symbol rechts unten zeigt den Aufnahmeort auf der Karte an (etwas verkleinern – die Karte – hilft, hab ich gerade festgestellt!)

Sep 19

Mein 1. Brevet

Seit einiger Zeit fahr ich ja lieber etwas längere Strecken und da bin ich irgendwie auf die sogenannten Brevets aufmerksam geworden. Wettkämpfe für Arme (also Radmarathons) fahre ich ja seit einigen Jahren keine mehr – zu hektisch, zu gefährlich, auch stimmt meiner Meinung nach das Preis-Leistungsverzeichnis nicht mehr und überhaupt. Und ich will trotzdem auch ab und zu wieder eine andere Gegend als das Burgenland sehen. Also, gesagt, getan. Ein bißl recherchiert, die österreichische Brevet-Seite gefunden und studiert und beschlossen: den 200er am 17.09. im Mühlviertel fahr ich!
Als Test sozusagen, wie läuft das überhaupt in der Praxis ab, was ist zu beachten, welche Fehler mach ich und so weiter.
Also hab ich mir den Track auf meinen Garmin geladen (obwohl ich ja ein Fan der analogen Orientierung bin), hab mein Glumpert in den Bulli geladen und bin in der Früh nach Haid gefahren. Leider hab ich mir für meinen 1. Brevet ein Scheiss-Wetter ausgesucht – es regnet anständig… Ich hole mir meine Brevetkarte und mein Roadbook und stell mich mit 25 anderen (statt den 60 Gemeldeten) an den Start.
Ach ja, vorher gibts noch eine Überraschung – ich treff einen alten Bekannten, den ich ganz, ganz früher oft bei den diversen Radmarathons getroffen habe und der Kontakt irgendwie abgerissen ist (ja – damals gabs noch kein Facebook) und er fährt auch seinen 1. Brevet…
Und wie ich befürchtet habe – bei dem Wetter fahren nur die „richtigen“. Also gehts anfangs etwas schneller durch den strömenden Regen (man beachte die ersten fünf Segmente !) und irgendwann denk ich mir: Tempo raus, sonst bin ich „blau“ bevor es bergauf geht. Ich fahr dann mein Tempo, hole Andi ein und wir fahren gemeinsam weiter. Bei der 1. Kontrollstelle in St. Leonhart freuen wir uns noch über die gute Zwischenzeit, trinken im Wirtshaus ein Kaffeetscherl und fahren weiter. Mein Garmin zeigt dann irgendwann einen Abbiegehinweis nach links, wir fahren brav und dann ist es finster auf meinem Garmin (Anfängerfehler: Die Strecke mit allen Wegpunkten heruntergeladen – und das kann mein alter 705er nicht verarbeiten und zeigt dann nix mehr an). Nach einer „Bonusrunde“ kommen wir dann wieder nach St. Leonhart. Ärgerlich, ärgerlich… Also fahren wir dann nach dem Roadbook weiter und holen vor der 2. Kontrollstelle noch einen Fahrer ein. Die Labestelle ist schon verlassen, also ins Wirtshaus auf ein warmes Essen.
Zu dritt fahren wir dann weiter (der Regen hat noch nicht aufgehört) und dürfen uns (nach Rücksprache mit dem Veranstalter) wegen des Schlechtwetters die 3. Kontrollstelle ersparen und der Brevet wird dadurch etwas verkürzt.
Und so bin ich nach 198 km im Ziel, anständig nass und aufgeweicht, geb meine Brevetkarte und mein Raodbook ab, stell mich eine Viertelstunde unter die heisse Dusche, ess meine Spaghetti, tratsch noch ein bissl und fahr dann heim…
Resümee: Sehr, sehr interessant, schöne Gegend das Mühlviertel (soweit ich das durch meine regenbeschlagene Brille sehen konnte) und ich fahr sicher wieder (dann aber besser vorbereitet)!

Sep 10

Bucklige und Schleiferl

Nach dem anstrengenden gestrigen Tag/Abend war heute wieder einmal eine ordentliche (ist ungeplant etwas länger geworden) Ausfahrt angesagt. Von meinen Trainings-/Ausfahrts-Partnern haben einige nicht gewollt, andere waren nicht da und so bin ich halt alleine losgefahren (ist mir manchesmal – aus verschiedenen Gründen – eh lieber). Geplant war ein Besuch beim Mössner und dann: Fragezeichen. Also rüber nach Mattersburg, rauf auf die Rosalia (mit einer – für mich – überraschend guten Zeit – sogar mit dem relativ schweren „2er-Radl“). Dann kurz überlegt: fahr ich gleich nach Schwarzenbach oder mach ich noch ein Schleiferl über Wiesmath? Die Wahl – bei dem Traumwetter – fiel auf Wiesmath und die „Hölle“ runter, dann rauf zum Mössner. Ein kleines Jauserl, wieder runter und dann – beim Gedanken an die Auffahrt aus „Schölderl“ hab ich dann doch den Entschluss gefasst, noch ein Schleiferl anzuhängen. Also über Kobersdorf nach Oberpullendorf, dort im Supermarket Getränke kaufen und Flaschen nachfüllen. Weiter Richtung Lutzmannsburg, die Variante über den „Mittelpunkt des Burgenlandes„. Dann weiter nach Lutzmannsburg und nach Deutschkreutz (traditionell Kaffeepause im Cafe Goldmark). Weiter über Ungarn nach Mörbisch und (wenn ich schon die passende Wäsch anhab) noch auf einen Drink zum Strommer in Purbach. Und so sind doch kanppe 170 km und ein paar hm zsammkommen…

Aug 29

Südburgenland – Großmürbisch

am GeschriebensteinVoriges Wochenende war es wieder einmal so weit: Rennrad-Reise nach Großmürbisch (eigentlich ein jährlicher Fixpunkt, etliche Male waren wir schon unten). Nachdem wir (oder nur ich?) 2015 ausgesetzt habe(n) und ersatzweise in Mühlgraben waren, wurde diesmal gleich Freitag bis Sonntag angesetzt. Die Bike-Zombies nicht ganz komplett (Ein Ausfall wegen Krankheit) und Gastfahrer Josef L. starten am Freitag um 13:30 Uhr beim Bahnhof Eisenstadt (Den Gepäcktransport owi und wieder auffi übernahm Maggi L.). Gewählt wurde ausnahmsweise die Strecke mit den wenigsten Höhenmetern und es gab nur kurze Pausen und keine technischen oder gesundheitliche Probleme…
Abendprogramm Standard: gut und viel essen bei der Gisi und ein bißl was trinken (nachdem das hier ja quasi ein öffentliches Posting ist, Mama und Papa, sowie Google, NSA und wasweissichwernoch aller mitlesen gibts keine Details über Art und Anzahl der konsumierten Getränke).
Jedenfalls waren alle teilnehmenden Personen mehr oder weniger frisch und ausgeruht pünktlich beim Frühstück. Dann wurde zu einer gemütlichen Csaterberg-Runde gestartet – natürlich mit Buschenschankbesuch. Abendprogramm: eh scho wissen…
Und es ist schon wieder Sonntag und Zeit für die Heimreise, obwohl bei dem traumhaften Wetter eigentlich ein paar Zusatztage angenehm gewesen wären. Ruck-zuck waren wir in Rechnitz in unserer „Stamm-Konditorei„, wo wir immer ein 2. Frühstück einnehmen. Dann rauf auf den Geschriebenstein – und wen treffen wir oben? Den inzwischen 71-jährigen Pavdi Ferry (keine Ahnung, wie man den Namen richtig schreibt), mit dem wir vor vielen, vielen Jahren einige Rad-Abenteuer erlebten… Und dann gehts mit ein paar kurzen Stopps weiter in die Heimat…

Hier noch ein Lied, welches auch irgendwie, gell Frau Lotte… #hüstel