Sep 19

Mein 1. Brevet

Seit einiger Zeit fahr ich ja lieber etwas längere Strecken und da bin ich irgendwie auf die sogenannten Brevets aufmerksam geworden. Wettkämpfe für Arme (also Radmarathons) fahre ich ja seit einigen Jahren keine mehr – zu hektisch, zu gefährlich, auch stimmt meiner Meinung nach das Preis-Leistungsverzeichnis nicht mehr und überhaupt. Und ich will trotzdem auch ab und zu wieder eine andere Gegend als das Burgenland sehen. Also, gesagt, getan. Ein bißl recherchiert, die österreichische Brevet-Seite gefunden und studiert und beschlossen: den 200er am 17.09. im Mühlviertel fahr ich!
Als Test sozusagen, wie läuft das überhaupt in der Praxis ab, was ist zu beachten, welche Fehler mach ich und so weiter.
Also hab ich mir den Track auf meinen Garmin geladen (obwohl ich ja ein Fan der analogen Orientierung bin), hab mein Glumpert in den Bulli geladen und bin in der Früh nach Haid gefahren. Leider hab ich mir für meinen 1. Brevet ein Scheiss-Wetter ausgesucht – es regnet anständig… Ich hole mir meine Brevetkarte und mein Roadbook und stell mich mit 25 anderen (statt den 60 Gemeldeten) an den Start.
Ach ja, vorher gibts noch eine Überraschung – ich treff einen alten Bekannten, den ich ganz, ganz früher oft bei den diversen Radmarathons getroffen habe und der Kontakt irgendwie abgerissen ist (ja – damals gabs noch kein Facebook) und er fährt auch seinen 1. Brevet…
Und wie ich befürchtet habe – bei dem Wetter fahren nur die „richtigen“. Also gehts anfangs etwas schneller durch den strömenden Regen (man beachte die ersten fünf Segmente !) und irgendwann denk ich mir: Tempo raus, sonst bin ich „blau“ bevor es bergauf geht. Ich fahr dann mein Tempo, hole Andi ein und wir fahren gemeinsam weiter. Bei der 1. Kontrollstelle in St. Leonhart freuen wir uns noch über die gute Zwischenzeit, trinken im Wirtshaus ein Kaffeetscherl und fahren weiter. Mein Garmin zeigt dann irgendwann einen Abbiegehinweis nach links, wir fahren brav und dann ist es finster auf meinem Garmin (Anfängerfehler: Die Strecke mit allen Wegpunkten heruntergeladen – und das kann mein alter 705er nicht verarbeiten und zeigt dann nix mehr an). Nach einer „Bonusrunde“ kommen wir dann wieder nach St. Leonhart. Ärgerlich, ärgerlich… Also fahren wir dann nach dem Roadbook weiter und holen vor der 2. Kontrollstelle noch einen Fahrer ein. Die Labestelle ist schon verlassen, also ins Wirtshaus auf ein warmes Essen.
Zu dritt fahren wir dann weiter (der Regen hat noch nicht aufgehört) und dürfen uns (nach Rücksprache mit dem Veranstalter) wegen des Schlechtwetters die 3. Kontrollstelle ersparen und der Brevet wird dadurch etwas verkürzt.
Und so bin ich nach 198 km im Ziel, anständig nass und aufgeweicht, geb meine Brevetkarte und mein Raodbook ab, stell mich eine Viertelstunde unter die heisse Dusche, ess meine Spaghetti, tratsch noch ein bissl und fahr dann heim…
Resümee: Sehr, sehr interessant, schöne Gegend das Mühlviertel (soweit ich das durch meine regenbeschlagene Brille sehen konnte) und ich fahr sicher wieder (dann aber besser vorbereitet)!

Sep 10

Bucklige und Schleiferl

Nach dem anstrengenden gestrigen Tag/Abend war heute wieder einmal eine ordentliche (ist ungeplant etwas länger geworden) Ausfahrt angesagt. Von meinen Trainings-/Ausfahrts-Partnern haben einige nicht gewollt, andere waren nicht da und so bin ich halt alleine losgefahren (ist mir manchesmal – aus verschiedenen Gründen – eh lieber). Geplant war ein Besuch beim Mössner und dann: Fragezeichen. Also rüber nach Mattersburg, rauf auf die Rosalia (mit einer – für mich – überraschend guten Zeit – sogar mit dem relativ schweren „2er-Radl“). Dann kurz überlegt: fahr ich gleich nach Schwarzenbach oder mach ich noch ein Schleiferl über Wiesmath? Die Wahl – bei dem Traumwetter – fiel auf Wiesmath und die „Hölle“ runter, dann rauf zum Mössner. Ein kleines Jauserl, wieder runter und dann – beim Gedanken an die Auffahrt aus „Schölderl“ hab ich dann doch den Entschluss gefasst, noch ein Schleiferl anzuhängen. Also über Kobersdorf nach Oberpullendorf, dort im Supermarket Getränke kaufen und Flaschen nachfüllen. Weiter Richtung Lutzmannsburg, die Variante über den „Mittelpunkt des Burgenlandes„. Dann weiter nach Lutzmannsburg und nach Deutschkreutz (traditionell Kaffeepause im Cafe Goldmark). Weiter über Ungarn nach Mörbisch und (wenn ich schon die passende Wäsch anhab) noch auf einen Drink zum Strommer in Purbach. Und so sind doch kanppe 170 km und ein paar hm zsammkommen…

Aug 29

Südburgenland – Großmürbisch

am GeschriebensteinVoriges Wochenende war es wieder einmal so weit: Rennrad-Reise nach Großmürbisch (eigentlich ein jährlicher Fixpunkt, etliche Male waren wir schon unten). Nachdem wir (oder nur ich?) 2015 ausgesetzt habe(n) und ersatzweise in Mühlgraben waren, wurde diesmal gleich Freitag bis Sonntag angesetzt. Die Bike-Zombies nicht ganz komplett (Ein Ausfall wegen Krankheit) und Gastfahrer Josef L. starten am Freitag um 13:30 Uhr beim Bahnhof Eisenstadt (Den Gepäcktransport owi und wieder auffi übernahm Maggi L.). Gewählt wurde ausnahmsweise die Strecke mit den wenigsten Höhenmetern und es gab nur kurze Pausen und keine technischen oder gesundheitliche Probleme…
Abendprogramm Standard: gut und viel essen bei der Gisi und ein bißl was trinken (nachdem das hier ja quasi ein öffentliches Posting ist, Mama und Papa, sowie Google, NSA und wasweissichwernoch aller mitlesen gibts keine Details über Art und Anzahl der konsumierten Getränke).
Jedenfalls waren alle teilnehmenden Personen mehr oder weniger frisch und ausgeruht pünktlich beim Frühstück. Dann wurde zu einer gemütlichen Csaterberg-Runde gestartet – natürlich mit Buschenschankbesuch. Abendprogramm: eh scho wissen…
Und es ist schon wieder Sonntag und Zeit für die Heimreise, obwohl bei dem traumhaften Wetter eigentlich ein paar Zusatztage angenehm gewesen wären. Ruck-zuck waren wir in Rechnitz in unserer „Stamm-Konditorei„, wo wir immer ein 2. Frühstück einnehmen. Dann rauf auf den Geschriebenstein – und wen treffen wir oben? Den inzwischen 71-jährigen Pavdi Ferry (keine Ahnung, wie man den Namen richtig schreibt), mit dem wir vor vielen, vielen Jahren einige Rad-Abenteuer erlebten… Und dann gehts mit ein paar kurzen Stopps weiter in die Heimat…

Hier noch ein Lied, welches auch irgendwie, gell Frau Lotte… #hüstel

Aug 16

Wochenendausflug

der "neue" Bulli voll beladenMontag ist Feiertag, Dienstag muss ich nicht ins Bergwerk, das Wetter ist schön – also ein ideales Wochenende für einen kleinen Ausflug. Der „neue“ Bulli gehört auch getestet und probe-beladen und probe-bewohnt, also:
den ganzen diversen Krempel und den Crosser eingeladen und losgefahren.
Das Ziel: Tschechien und bzw. das nördliche Weinviertel (da gurk ich eigentlich seit ein paar Jahren immer ein paar Tage mit dem Crosser herum).

Freitag: Auf nach Hardegg, dort gibts einen kleinen Parkplatz neben der Thaya-Brücke (kein Strom, sauberes, immer offenes öffentliches WC), ein idealer Schlafplatz (und vis-a-vis im Gasthaus Thayabrücke kann man sich auch ein Jauserl und/oder einen Schlummertrunk holen).

Samstag: Nach dem Frühstück auf der Karte eine Runde grob zusammgengestellt, rauf aufs Radl und los. Es ist eine schöne 140-km-Runde mit ein paar hm (ca. 1.800 – es geht nämlich dauernd bergauf und bergab, bergauf und begab…) geworden. Orientieren tu ich mich klassisch mit analogem Karten-Material (die besten Karten für diese Gegend) und den dazugehörenden PhoneMaps (funktionieren am Wischtelefon auch offline) – und es gibt in jedem Ort eine Tafel mit allen Radwegen. Zeitweise ist die Markierung trotzdem etwas verwirrend – Hauptwege, Nebenwege, Verbindungswege, gelbe, grüne Markierung/Nummerierung… Und blöd ist natürlich, wenn man (so wie ich) das Akkupack zuhause liegen lässt und irgendwann am Nachmittag der Akku leerer und leerer wird…

Sonntag: Ich wechsle noch in der Nacht den Standplatz, fahre nach Retz und stell mich auf den Wohnmobil-Stellplatz (Strom und Wasser gegen Gebühr), da in meinem „neuen“ Bulli die 2. Batterie entweder nicht richtig angeschlossen oder uralt und leer ist und ich ein bißl Strom für die diversen Geräte brauch. Leider schaut die dazugehörige WC-Anlage etwas – sagen wir – ungepflegt aus – kein Papier, keine Seife, keine Handtücher, offenichtlich schon einige Tage nicht gereinigt (auf eine Antwort auf mein Mail an die Stadtgemeinde Retz warte ich noch). Ich drehe eine relativ flache 125-km-Runde und komm auf den letzten 20 Kilometern in ein ordentliches Gewitter, das aber bald wieder aufhört… Wieder ein Stellplatz-Wechsel – hinüber nach Laa an der Thaya. Ich lade meine Geräte während der Fahrt und stelle mich auf den Bahnhofs-Parkplatz (kein offizieller Standplatz, kein Strom, kein Wasser, aber ein sauberes, durchgehend geöffnetes WC).

Montag: Eine 135-km-Runde auf und ab durchs Weinviertel (wo es unzählige Radwege und viele verkehrsarme Nebenstrassen und Dörfer ohne Wirtshaus gibt). Danach ab in die Therme, ich freu mich schon den ganzen Tag auf ausgiebieges duschen und … Allerdings muss ich sagen, die Saunalandschaft hat mich nicht wirklich vom Hocker gehaut, aber Watschen und Geschmäcker sind ja verschieden…

Noch ein paar Bilder (einfache Knipsereien mit Wischtelefon und/oder Casio Exilim gibts hier

Aug 06

unglaubliche Phänomene

Das fahr ich also mit meinem „Einser“-Radl durch die Gegend, die Haxen frisch rasiert und eingeölt, hab eines meiner Lieblings-Trikots an und hör hinter mir ein Auto kommen. Einmal, zweimal wird gehupt, aber auf sowas hör ich ja nicht, ich dreh mich gar nicht um. Und dann kommt die noblige Karosse links vorbei, hält mein Tempo und:

kussmund

Na gut, vielleicht haben mir die Höhenmeter oder der Wind heute nicht gut getan und die Fantasie ist vielleicht ein bißl mit mir durchgegangen…
Hier gehts zur wahren Geschichte zu diesem Foddo…

Jul 28

Der faule Gärtner…

hat heute wieder einmal statt einer Rennrad-Runde eine Garten-Runde gemacht. Also, so richtig – mit Unkraut zupfen, Paradeiser hochbinden (was vom Hagel übrig geblieben ist) und so weiter und so fort…
Und wie man sieht – es wächst eh ein bißl was…