Mrz 18

Der gläserne Bürger, Teil 2

Ich hab ja dada gesagt, ich halte euch auf dem laufenden…
Blitzschnell war das BMI – 3 Tage (!!!) nach Antragstellung – auf schwachen 3 Seiten in wunderbarem Amtsdeutsch wird mir mitgeteilt: „… Es werden keine der Auskunftspflicht unterliegenden Daten verwendet … „.
Etwas langsamer, aber immer noch in der 8-wöchigen Frist war das Heerespersonalamt – ein paar Seiten nicht wirklich aufregende Datensammlung: Meinen damaligen medizinischen Untersuchungsbefund – eigentlich alle Felder (bis auf die Größe) leer, abgeleistete Präsenzdienstzeiten und Kenntnisse (STG 58, MG 42, Militärische Führerscheine C-STEYR-D) und so weiter und so fort…
Auch der KSV1870 liefert die „Selbstauskunft laut §26 Datenschutzgesetz“ zeitgerecht: „… Es liegen keine Eintragungen vor …“

Zu den Dingen, die mich aber eigentlich wirklich interessieren (da ist mein Gedächtnis schon etwas schwach – wie lange und wo hab ich gewohnt, von wann bis wann hab ich welches Auto gefahren) hab ich halt nix erfahren…
Entweder gibts wirklich keine Daten mehr – es wurde nach dem Ende der analogen Welt nix digitalisiert oder beim grossen Ausmisten in den diversen Behörden  wurde alles „thermisch entsorgt“…

Allerdings gibts da noch einen Passus

„… Sollten Sie darüber hinaus – allenfalls – noch aus anderen Datenanwendungen des Auftraggebers .Bundesrninisterium für Inneres“ (DVR: 0000051) Auskunft über allfällige zu Ihrer Person gespeicherten Daten begehren, wird Ihnen weiters mitgeteilt, dass gemäß § 26 Abs. 3 DSG 2000 für den Betroffenen die Pflicht besteht, am Auskunftsverfahren über Befragung in dem ihm zumutbaren Ausmaß mitzuwirken, um ungerechtfertigten und unverhältnismäßigen Aufwand beim Auftraggeber zu vermeiden. Soweit Sie daher – allenfalls – noch aus anderen Datenanwendungen Auskunft über allfällige zu Ihrer Person gespeicherten Daten begehren, werden Sie gebeten, jene (in das Datenverarbeitungsregister gemäß §§ 16ff DSG 2000 eingetragenen) Datenanwendungen des Bundesministeriums für Inneres, zu bezeichnen, bezüglich derer Sie Auskunft wünschen. Nach Erhalt der entsprechenden Unterlagen bzw. Informationen wird ein (allfälliqer) Antrag auf (weitere) Auskunftserteilung umgehend einer Erledigung zugeführt werden …“

im Schreiben des BMI – da werd ich noch ein bissl recherchieren…

Mrz 07

Frühlingsaktion(en): Start!

Der Winter war lang, hart und schwer auszuhalten. Aber jetzt scheint es endlich Frühling zu werden. Es ist an der Zeit sich im Garten wichtig zu machen. Also hab ich die Winter-Lethargie abgeschüttelt (noch nicht ganz) und langsam angefangen:
Chili-Aussaat (eh schon vor Wochen) – es zeigen sich die ersten Pflänzchen,
Karotten (eine Frühsorte), Salat (unter Glas) und Radieschen schon draussen gesät,
zwischendurch den Holzhaufen ordentlich geschlichtet – Spanlholz für den nächsten Winter…
und jetzt gehört noch das „Glashaus für Arme“ zusammengeräumt (dort stehen schon ein paar Mini-Gewächshäuser – erste Partie Kohlrabi und Mangold hab ich ausgesät),
und die restlichen Beete gehören auch noch hergerichtet…

Feb 09

Fundstücke…

Bally "Air Aces"Noch immer kein „richtiges“ Radlwetter. Egal. Es gibt ja im Haus auch (noch) immer genug zu tun. Zum Beispiel diverse Kästen, Kisten, Regale durchstöbern und sich dann (eventuell) wundern oder (noch besser) freuen. Der heutige Fund gehört in die Kategorie freuen. 3 Flippertafeln. Ich weiss noch genau wo ich diese Dinger gefunden habe. Eine (legale, halblegale, illegale ?) Mülldeponie in den 80ern in xxx (wo, das verrate ich jetzt nicht). Dort wurden einige/etliche ausgemusterte/kaputte Flipper und andere Geräte einfach vom LKW gekippt und mit dem Bagger kam ein bissl Erde drauf…
Jetzt werd ich die Dinger putzen und im Westflügel irgendwo montieren…

Feb 06

Aus meinem früheren Leben…

Am 01.06.2000 gab es eine entscheidende, weitreichende Wendung/Änderung in meinem Leben. Wer mich schon länger und/oder besser kennt, weiss Bescheid, für alle Anderen: Nein, ich mag nicht darüber reden. Allerdings ist jetzt (glaub ich zumindest) genug Zeit verstrichen, um diverse photographische Dokumente (vielleicht auch mit kurzen Geschichten dazu) online zu stellen (seinerzeit gab es ja – zum Glück oder leider, wie manche sagen – keine Wischtelefone, keine Digicams, kein Facebook etc.)…

Hier nun ein Dokument vom 16.02.1985 (!):
„… Die Mumie kehrt zurück …“. Etliche Meter Verbandmull, zwei zerschnittene Leintücher und eine (oder zwei) freiwillige Helferinnen, die mich damals in mein Kostüm quasi einnähten – es musste ja doch eine mindestens acht- bis zehnstündige Schicht (damals war ich Kellner, Koch, Alleinunterhalter, Aktionskünstler und wasweissichnochalles) möglichst unzerstört durchhalten…

Jan 31

Daily Shot

Der Winter hat mich hier voll im Griff, keine Lust bei diesem Scheiss-Wetter auf irgendein Rad zu steigen oder eine andere Outdoor-Aktivität (Holz holen von hinten zählt ja wohl nicht) zu machen…
Also bleibt: Lesen, das Feuer im Schwedenofen am laufen halten, im Internet herumsurfen und diverse Schachteln, Kisten etc. durchsuchen (eh schon gestern angemerkt).

09.10.1986 – steht auf dem Kuvert mit den Negativen
und ich hab keine Ahnung (mehr), wo das ist…

Jan 27

Der gläserne Bürger, Teil 1

Inzwischen hat ja (hoffentlich) jeder begriffen, dass Google, Facebook, etliche Apps etc. jede Menge Daten über unsereins sammeln (und einiges damit anstellen). Aber wie war das vor dem Internet-Zeitalter? Wer, wo, wie, was wurde über uns von wem gesammelt?
Eine Möglichkeit, das herauszufinden: Einen Antrag auf Selbstauskunft nach §26 Datenschutzgesetz stellen (hier dazu ein „Presse“-Artikel vom August 2013).
Diesen Artikel hab ich schon ewig in den Tabs und jetzt – am 24.01.2017 – hab ich die Formulare runtergezogen, ordentlich ausgefüllt und rechtsgültig unterschrieben per Handysignatur und ans Innenministerium per Mail und ans Ministerium für Landesverteidigung (da gibts bei den Kontakten keine Mail-Adresse – ???) per Post weggeschickt.
Der Grund war ein Gespräch unter Freunden und die Erkenntnis: Irgendwie komm ich mit diversen G’schichtln zeitmässig nicht mehr so ganz klar – Wann genau war ich in Afrika/Asien/???, wie lang hab ich was für ein Auto besessen, wie lange hab ich dort und dort gewohnt usw. usf. Manches sollte doch irgendwo gespeichert sein (Visa-Anträge, KFZ-An- und Abmeldung, Melderegister…).

Jetzt sollte innerhalb von 8 Wochen ein kleinerer oder grösserer Stapel Papier (oder gar ein PDF) bei mir eintrudeln, der (eventuell) alle Unklarheiten beseitigt…
Ich werde Euch informieren!

Jan 24

Erinnerungen…

Eigentlich fehlen mir momentan die Worte. Ich hab grad eine Kiste alte Fotos/Negative/Dias herausgekramt und ein bissl gestierlt – und was find ich? Dias von meinem „Pony“!
Nämlich: Irgendwann, vor vielen, vielen Jahren war ich ein Fan der amerikanischen Autokraxen – und wollte unbedingt ein „Pony“ haben. Eines Tages (irgendwann um 198? – genaues Datum, wenn ich mehr weiss) ergab sich die Gelegenheit und ich hab zugeschlagen. Preis: günstig, Reparaturen fürs „Pickerl“: ned wirklich, aber damals wars wurscht…
Baujahr 64 1/2, in der Originalfarbe rot, V 8, Small Block (4,7 Ltr.), 4-Gang-Schaltgetriebe, ??? PS, Spritverbrauch: nicht unter 20 Liter feinstes Super…
Ich war der Prinz. Aber leider währte der Traum nur einen Sommer lang (ein kleinerer Lagerschaden war schon beim Kauf zu bemerken und eines Tages hats dann den schönen Achtzylindermotor zerrissen)…
Ein paar Jahre hat mein Pony dann in den diversen Schupfen, Garagen, Hallen verbracht, wartend auf eine General-Restaurierung (oder zumindest eine Motor-Instandsetzung).
Aber irgendwie hat sich dann in meinem Leben einiges verändert (das ist eine andere Geschichte) und schweren Herzens verkaufte ich mein Pony… #Schnief

mein "Pony"...

Jan 14

Rundwanderung !

Renrad, Crosser, MTB oder Couch? Ein Blick auf die Waage und alles ist klar: Irgendwas, nur nicht Couch… Nun gut, nachdem ich am Donnerstag festgestellt habe, dass die Radwege zwar teilweise trocken und fahrbar sind, es aber auch (nicht wenige) Stellen gibt, wo noch ein bissl Schnee drauf liegt – und drunter ist es (manchesmal) spiegelglatt. Jetzt kam noch ein bissl Schnee dazu – man kann also nur erahnen (oder dann erfühlen) wie es drunter ist. Im Wald auf den Single-Trails und den Forstautobahnen ist es genauso, wenn nicht schlimmer. Die „normalen“ Strassen sind alle salznass und auch irgendwie schmierig, die Autofahrer sind nicht gerade rücksichtsvoll und daher ist Radlfoan momentan irgendwie bäääähhhhh…

Daher: Nach Jahrzehnten vielleicht doch wieder einmal eine Wanderung! Gesagt, getan – kleines Rucksackerl gepackt (Butterbrot, Wurst, Käse, Banane, Müsliriegel und heisser Tee), Stecken ausgeborgt und mit dem Auto nach Donnerskirchen. Und eine schöne Rundwanderung gemacht. Kaisereiche – Ruine Scharfeneck und über Sieben Linden wieder retour – waren zwar nur 11 km, aber es hat richtig Spass gemacht und eine Wiederholung ist nich tausgeschlossen…

Jan 02

über das Rauchen

GauloisesIch bin ja jetzt schon seit März 2009 Nichtraucher (und will auch nicht wieder anfangen). Begonnen aus Dummheit, Gruppenzwang oder woswasi. Eigentlich wollte ich eh bald wieder aufhören – aber dann: die 1. Gauloises ohne Filter im Mund: Der Geschmack, die Kraft des dunklen Tabaks, der Geruch…
Und so verfiel ich der Sucht und war ab dann eigentlich ein begeisteter Raucher. Gauloises ohne Filter und Gitanes ohne Filter waren meine Sorten. Nichts anderes kam in meine Lungen. Reisen wurden danach geplant (gibts keine Gauloises wird nicht hingefahren/hingeflogen bzw. muss ein gewisser Vorrat mitkommen). Frankreich-Urlauber wurden mit Bestellungen versorgt: bring mit „Gitanes Mais“, „Gauloises Le Troup“ (die mit dem Soldatenhelm) usw. usf. Und mit den Jahren wurde die Sucht stärker und stärker – so ca. 60 – 80 Stück warens dann schon täglich…
Und dann begann ich wieder mit dem Radsport (und wurde fast gesteinigt, wenn ich bei Wettkämpfen im Startblock noch ein „stinkertes Stangerl“ – oder zwei – durchzog) und überlegte schön langsam eine Reduzierung/Beendigung meiner Raucher-Karriere…
Dazu kamen dann noch eine oder zwei Änderungen – die Gauloises wurden dünner, kürzer, schwächer, der schwarze Tabak wurde durch den „blonden“ ersetzt – eine Katastrophe!!!

Und jetzt: „… Im Land der Gauloises und Gitanes schließt die letzte Zigarettenfabrik …“