Dez 13

Kur-Aufenthalt 2017, Ende

12.12.2017, später Vormittag:
Back Home und mit voller Wucht auf den Boden der Realität aufgeschlagen…

Was bleibt?
Erinnerungen an 3 Wochen geregelten Tagesablauf mit etlichen Therapie-Einheiten, Wanderungen (kein Radlwetter ab Woche 2) zwischendurch zwengg der Fitness und dem „Hirn auslüften“. Wieder einige „normale“, anstrengende, sonderbare, nette, liebenswerte, gesunde, kranke… Menschen aus den verschiedenen Bundesländern und sozialen Schichten kennengelernt und  festgestellt: Immer und überall finden sich die „richtigen“ zusammen (in der Sauna sind alle gleich!). Getratscht, gelabert, diskutiert, gelacht, ab und zu ein Gläschen miteinander getrunken (mehr war dank – bzw. leider – der rigorosen Sperrstund-Regelung – war ja ein Kur-Aufenthalt und kein Urlaub – nicht möglich), Telefonnummern getauscht…
Wäre schön, wenn der Kontakt nicht abreissen würden, wenn ab und zu doch telefoniert oder gewhatsappt oder ??? wird – ich werd mich auf jeden Fall bemühen…

Ab sofort oder nach ein paar Tagen (wer sich noch ein paar „Übergangs-Urlaubs-Tage“ gönnt) ist es vorbei mit dem durchorganisierten Tagesablauf – siehe da oder da – beim Kur-Aufenthalt, jetzt regiert wieder der Alltag: vergessen die guten Vorsätze („…ja, Herr/Frau TherapeutIn – ich werd die Übungen auch zuhause regelmässig machen…“), pünktliches aufstehen (bleibt gleich wie bei der Kur), arbeiten, selber kochen, unregelmässiges, manchesmal auch „ungesundes“ essen (auch in grösseren Mengen), Holz holen, einheizen usw. usf., volles Rohr rein in den Alltagstrott – natürlich auch mit den positiven Seiten…

Und davon hab ich schon die letzten Tage geträumt: Viel Schmalz, 3 Eier, allerbestes Kernöl…

Dez 05

WMDEDGT

Auszug TherapieplanWMDEDGT – Was machst du eigentlich den ganzen Tag, will die brüllende Nachbarbloggerin an jedem 5. des Monats wissen…

Meistens blogg ich grad an dem Tag nix, weil ich vergess oder ich bin im Berufs- oder Freizeit-Stress – aber heute gehts, ich bin nämlich auf Kur im schönen Moorheilbad Harbach und da ist der Tagesablauf ähnlich wie im Knast und ich weiss noch ganz genau, was ich heute gemacht habe:

  1. Nullsechshundertdreissig: aufstehen, Klo, duschen, Zähne putzen, in den Bademantel,
  2. 07:00 – 07:30: Parafangopackung,
  3. aufs Zimmer, duschen, an/umziehen, runter in den Frühstücksraum, frühstücken,
  4. 09:15 – 09:30: Infrarot,
  5. 09:30 – 09:45: Heilmassage teil,
  6. aufs Zimmer, duschen, an/umziehen,
  7. 10:30 – 11:30: runter in den Seminarraum, „Beratung Ernährung“,
  8. 12:15 – 13:00: Mittagessen
  9. schnell aufs Zimmer, umziehen, raus ins Gelände, Spaziergang,
  10. aufs Zimmer, duschen, an/umziehen, runter,
  11. 14:00 – 14:30: Ergometertraining
  12. aufs Zimmer, duschen, an/umziehen, runter in den Saunabereich,
  13. aufs Zimmer, duschen, an/umziehen, runter in den Speisesaal,
  14. 18:15 – 19:00: Abendessen,
  15. aufs Zimmer, umziehen, runter in den Saunabereich,
  16. 21:00 – 21:15: aufs Zimmer, duschen, anziehen, runter in die Cafeteria, Schlummertrunk,
  17. aufs Zimmer, bloggen, Nachtruhe…

Aufregend, oder?
Zwischendurch les ich immer ein paar Seiten, momentan grad: Ewig: Thriller von Schilddorfer & Weiss.
Bin schon gespannt, ob ich am 05.01.2018 auch Zeit habe…

Nov 29

Kur-Aufenthalt 2017, Teil 1

Blick aus dem Fenster Ich bin ja auch keine 20 mehr und einige Teile meines Körpers sind von diversen Aktivitäten schon ein wenig abgenutzt. Und damit mir meine Arbeitskraft etc. noch lange erhalten bleibt, habe ich wieder einmal einen Antrag auf einen Kur-Aufenthalt eingereicht – und bewilligt bekommen.

Bis ich einen Termin bekommen habe, hats eine Weile gedauert, denn ich wollte

  1. ins Waldviertel,
  2. wegen meiner Schlafprobleme etc. (Schichtarbeiter, ihr wisst schon) ein Einzelzimmer.

Uns so bin ich halt jetzt (seit einer Woche) im schönen Moorheilbad Harbach, untergebracht im „Haus Bergfeld“ im 4. Stock mit tollem Ausblick.

„…Und was machst du so den ganzen Tag, wieso hebst nicht ab, wenn ich anruf…“ – solche und ähnliche Nachrichten erreichen mich doch irgendwie…

Also, hier mein Tagesablauf zwischen Frühstück (07:30), Mittag- (12:15) und Abendessen (18:15):

  • anziehen, 78 Stufen (wenn Therapie im EG) oder 102 Stufen (wenn Therapie im UG) runter, Therapie geniessen/über sich ergehen lassen,
  •  78 Stufen (wenn Therapie im EG) oder 102 Stufen (wenn Therapie im UG) rauf, duschen, umziehen,
  • 78 Stufen (wenn Therapie im EG) oder 102 Stufen (wenn Therapie im UG) runter, Therapie geniessen/über sich ergehen lassen,
  • 78 Stufen (wenn Therapie im EG) oder 102 Stufen (wenn Therapie im UG) rauf, duschen, umziehen,
  • und nochmal…

Auszug Therapieplan

Zwischendurch ist halt meistens nur eine dreiviertel- bis einstündige Pause, also zu kurz, um sich – bei den Wetterverhältnissen (momentan ungefähr +3°C, Tendenz kälter werdend) – umzuziehen für eine kurze Wanderung oder eine Runde mit dem Crosser.
Was bleibt mir übrig?
Ich übe mich in asiatischer Gelassenheit, gehe ins Kur-Cafe Zeitung lesen, bzw. sitz ich irgendwo und tratsche oder lese (Bücher hab ich – hoffentlich – genug mit).
Abendprogramm: siehe letzter Satz bzw. mach ich mich auf in die Saunalandschaft…

Books

Fragen, Wünsche, Kochrezepte???

Okt 21

Jetzt wirklich…

Jetzt wirklich scheint der Herbst zu kommen. Es ist trüb, neblig und grauslich. Im Garten tut sich nicht mehr viel, die letzten (noch grünen) Paradeiser sind geerntet und eine wunderbare grüne-Paradeiser-mit-Birnen-Marmelade ist eingekocht, nächste Woche startet die Chili-Saucen-Produktion.
Die Rennrad-Runden werden weniger und kürzer, bald wird die Crosser-Saison beginnen – Gschichtln, etc. wirds dann nur mehr drüben auf meiner neuen Seite geben – die hat nur Radlzeugs zum Thema!

Und so gehts mit den Herbst-/Winter-Indoor-Aktivitäten los: Keller, Schupfen, Kammerln zsammräumen, die letzte Ladung Bücher sortieren, bewerten, auf eBay oder in den eigenen Shop einstellen (irgendwie muss ich ja meine Radlgschichten finanzieren) usw. usf…

Okt 02

Jetzt gehts los

Samenbank für 2018Im Garten tut sich nicht mehr viel. Schön langsam gehört vieles geerntet und verarbeitet. Grüne Paradeiser, Paprika und Pfefferoni werden pikant eingelegt (ein paar Chilis zusätzlich schaden nicht). Rote Rüben-Salat wird eingekocht. Pak Choi und Chinakohl wachsen aber noch – langsam, aber doch. Petergrün gehört zusammengeschnitten und eingefroren. Chili-Sauce sollt ich vielleicht auch machen. Fallobst klauben. Apfelmus hab ich schon gemacht. Apfel- und Birnenkompott gehört noch gemacht. Knoblauc setzten für nächstes Jahr. Samenbank machen (die Tauscherei hat schon begonnen). Und noch fällt auch no so allerhand an…

Paradeiser von der Insel Vis

Sep 20

Goulash Disko Festival

Es ist Mitte September, der alljährliche Herbsturlaub (meistens gehts nach Kroatien, mit dem Crosser die Gegend erkunden etc.) steht an. Irgendwann hab ich irgendwo vom Goulash Disko Festival gehört/gelesen und fand die Geschichte schon irgendwie interessant…
Also war der Plan: Runter nach Split, rüber nach Vis, untertags mit dem Crosser herumgurken und am Abend halt ein bissl Musik etc. geniessen und nach 2 Tagen wieder retour aufs Festland und nach ???.

Es kam dann aber doch anders.

Einchecken am provisorischen Campground (mitten in Komiza, ein altes Fabriksgelände [?]) – kein Strom für das allgegenwärtige elektronische Klumpert, ein paar Dixie-Klos und 2 Kaltwasser-Duschen für 200 oder 300 oder 400 zeltende/campierende… Festival-Besucher zwischen 18 und 65 (nein, ich war nicht der älteste!). Kurz darauf fängt es zu schütten an und es schüttet und schüttet. Also rein in den Wohnwagen, kochen, essen, lesen, schlafen…
Am nächsten Tag wunderbares Wetter, also auf den Crosser und eine Inselrunde drehen, am frühen Nachmittag an den Strand zur Hauptbühne meinen Festivalpass holen und eine Info-Runde durch Komiza drehen – wo ist was, wie weit ist es vom Camp zur Mainstage, zur Solar-Stage, wie schauts mit den Kaffeehäusern, Restaurants etc. aus. Dann wieder an den Strand, eine Runde schwimmen, in der Sonne liegen und der Musik zuhören – auf der Hauptbühne (direkt am Strand) jeden Tag von 14:00 Uhr bis 06:00 Uhr (!!!) Musik, wechselweise DJ’s und Live-Bands. Abends Essen gehen und eine Runde schlafen und dann wieder zur Main Stage zum „Abendprogramm“…

Main Stage Lineup

Nachdem Stimmung, Musik, Publikum etc. recht angenehm war, hab ich den ursprünglichen Plan abgeändert und beschlossen, die ganze Woche hierzubleiben.

Also war der tägliche Ablauf ungefähr so:
– Aufstehen, frühstücken, eine Runde mit dem Crosser drehen – viel Auswahl gibts nicht, die Insel ist klein, zu den Buchten/Stränden führen teilweise nur wirklich unfahrbare Wege bzw. sind diese nur per Boot zu erreichen.
– Ein kleines Mittagsjauserl irgendwo, dann an den Strand oder zur Solar-Stage, schwimmen, in der Sonne liegen, Kaffee trinken, lesen, tratschen, guggen…
– Abendessen (überall günstig und gut, es gab auch überall „Goulash-Disko“-Menü’s zu wirklich extrem günstigen Preisen), ein Verdauungsschläfchen und wieder ins Geschehen…

Ein paar Infos/Eindrücke zum Festival:
Die Hauptbühne ist direkt am Strand, nur ein paar m² gross, keine wirkliche Abtrennung zum Publikum, die Musiker/innen spielen auch öfters so mitten drinn, daneben gibts noch ein Info-Standl (Tickets, Merchandising, ein paar Verteiler zum laden der Smartphones/Digi-Cams/wtf.), ein kleines Essens-Standl, eine Bar (alle Drinks zum Normalpreis!) und ein kleines (immer sauberes!) WC-Häuschen.
Die Nebenbühne – „Solar-Stage“ – ist ein paar Buchten weiter, erreichbar für ein paar Kuna per Taxi-Boat (fuhr/fährt fast immer hin und her) oder über einen schmalen Fusspfad…
Nebenbei gibts am Nachmittag und/oder in der Nacht noch ein paar Extra-Aktionen (mitten am Strand zwischen dem tanzenden/chillenden Publikum): Jongleure, Feuerspucker, Hula-Hoop-Artisten usw. usf.

Und was mir besonders angenehm aufgefallen ist:
Alle – Einheimische, Gastro-Personal, Touristen, Gäste, Festival-Publikum – echt easy und entspannt, kein Stress, weder am Gelände noch in der Stadt, einfach überall. Keine Hardcore-Securitys (einfache und lockere Taschen- und Ticket-Kontrolle), keine (uniformierte) Polizei, kein Dreck, kein Wirbel, keine Raufereien, kein Vandalismus…

Jetzt noch ein paar einfache Knipsereien (mit Wischtelefon und/oder Garmin Virb) hier und dada und ein kurzes Video dada… Mehr und bessere Fotos und Videos gibts (wahrscheinlich demnächst) auf der offiziellen Goulash Disko-Festival-Seite und (jetzt schon) auf der FB-Page

Sep 07

Und die Zeit vergeht…

Eine Weile hab ich schon nix gepostet. Immer der selbe Scheiss. Bergwerk. Schlafen. Garten. Einkochen. Rennrad. Schlafen. Bergwerk. Garten. Rennrad… – Sisyphus quasi…
Aber jetzt: endlich Urlaub, zwar nur kurz, aber doch.
Also keinen Wecker stellen – ich werd aber trotzdem automatisch um 02:00 Uhr munter. Ein bissl in den diversen Schupfen, Kammerln und im Ostflügel herumräumen, im Garten etwas mehr machen (ungepflegt bleibt er trotzdem), Paradeiser-Marmelade machen, meinen Wohnwagen (der ja verborgt war und daher leer ist) wieder einräumen, ein bissl radlfoan und am Sonntag: ab nach Kroatien – darüber gibt’s dann eine extra Geschichte…

Georg Danzer: „Und die Zeit vergeht“ vom Album Der Tätowierer Und Die Mondprinzessin

Jun 23

Koglrunde geht immer…

Eigentlich wollt ich gestern eine längere Runde fahren, aber ich hab mich verzettelt… Die „Beikräuter“ gehören aus den Gemüsebeeten entfernt, Himbeeren und Ribisel sind erntereif – mit irgendwas muss ich ja mein(e) Hobbys finanzieren und so verging die Zeit. Trotzdem, eine (zumindest kleine) Runde mit dem Renner muss sein und da bietet sich eine „Koglrunde“ an. Da weiss ich genau, wie lange ich brauch, kann abkürzen oder verlängern, kann nirgends pickenbleiben, weil es ausser dem Emmelschuh keine Station (zumindest für mich) gibt. Hab dann die Variante „Koglmauer“ und zusätzlich Panoramaplatz Mörbisch genommen und gut wars…

Jun 17

Tschechien 2017

Eigentlich bin ich ja schon ein Wiederholungstäter: Jährlich einmal hinauf ins Wald- oder Weinviertel und/oder nach Tschechien – Gegend mit dem Crosser erkunden. Die Gegend ausgesucht wird folgendermassen: Interessante Artikel in Zeitungen, Blogs, Fotoseiten etc. sammeln, studieren, wählen, verwerfen… Analoges und digitales Kartenmaterial ebenfalls durchforsten. Ziel wählen. Diesmal wurde gewählt: Veverska Bityska in der Nähe von Brünn. Und angereist wurde mit neuem Equipment. Platzmässig ideal: Im Bulli ist genug Platz für diverse Kisten mit Radlerzeug, Gwand etc. und fürs Radl – theoretisch ginge sogar der Crosser und ein Rennrad – aber es bleibt dabei: Ein (Kurz)-Urlaub wird mit dem Crosser absolviert, ein Ausflug (oder ein Verfahrer) in den Wald, eine Fahrt am Strand/Bach entlang etc. ist kein Problem…
Und hinten dran hängt der kleine Wohnwagen, der (fast) alle Annehmlichkeiten, die sich der nette, ältere Herr vorstellt, bietet: Eiskasten, Gasherd, großes Bett, Tisch und Bank fürs gemütliche sitzen, reichlich Stauraum für diverses (unbedingt notwendiges) Glumpert…
Ausgesucht und angesteuert wird der Campingplatz „Camping Hana“ – ein kleiner, familär geführter Platz neben Veverska Bityska (mit Auto oder Rad in 5 Minuten erreichbar, zu Fuß in ca. 15 Minuten).
Wohnwagen abgekoppelt, in die richtige Position bringen, fertig. Im Nachhinein stellte sich die vorschnelle Platzwahl (im hinteren Teil des Campingplatzes) als Fehler heraus: WLAN reicht nur ungefähr bis zur Hälfte des Platzes… Crosser aus dem Bulli, umziehen, Erkundungstour starten (wo ist der nächste COOP, das nächste Kaffee-/Wirtshaus etc.).
Am Abend noch eine (ungefähre) Runde für Sonntag auf der (analogen) Karte (die gibts auch digital – auch offline verwendbar, sehr empfehlenswert) zusammengestellt, übertragen/nachgezeichnet auf Komoot (damit ichs auf den Garmin rüberspielen kann – und beim fahren ned dauernd die Karte – oder das Wischtelefon – zum nachschauen herausholen muss) und einen Schummelzettel geschrieben (sicherheitshalber). Irgendwo bin ich dann trotzdem falsch abgebogen, die Gegend war aber auch wunderbar, also bin ich halt eine andere Variante gefahren – dada.
Am Abend das selbe Spiel für die Montags-Runde.
Und genauso auch für die Dienstags-Runde (obwohl ich eigentlich einen Ruhetag einlegen wollte).
Den hab ich dann am Mittwoch gemacht: Per Öffis nach Brünn, einen Spaziergang durch die Altstadt und eine Straßenbahnfahrt so einmal quer durch und rundherum…

Kultur und Kunst gäbe es auch genug zu bestaunen/besichtigen (Schlösser, Burgen, Kirchen…), aber das interessiert mich eigentlich (nicht) mehr. Ich fahre um des Fahrens willen, schaue mir die alten/neuen Häuser an, bewundere die kleinen gepflegten Vorgärten/Gemüsegärten, geniesse die Ruhe auf den wenig befahrenen Nebenstrassen und auf den Waldwegen…

mehr Fotos (einfache Knipsereien mit dem Wischtelefon) gibts dada